Cyber-Security wird zur Chefsache
Die wachsende Bedrohung spiegelt sich auch darin wider, wie Unternehmen mit Cyberrisiken umgehen. Cyber-Security wird in deutschen KMU zunehmend zur Managementaufgabe: Nach einem Angriff koppeln 41% der Unternehmen die Vergütung ihrer Führungsebene an Cyber-Security-Ziele. International sind es 32%. Cyberresilienz wird damit zunehmend Teil der strategischen Unternehmenssteuerung und nicht mehr allein als Aufgabe der IT verstanden.
Bei der Absicherung stehen deutsche KMU im internationalen Vergleich vergleichsweise gut da. 39% verfügen über eine vollumfängliche Standalone-Cyberversicherung, weltweit sind es 31%. Weitere 32% der deutschen Unternehmen decken Cybergefahren über eine andere Versicherung ab.
„Viele deutsche KMU sind für Cyberrisiken sensibilisiert und investieren in Absicherung. Ein erfolgreicher Angriff kann dennoch schnell existenziell werden. Im Ernstfall zählen vor allem Liquidität, Geschäftsbetrieb und schnelle Unterstützung. Eine vollwertige Standalone-Cyberversicherung kann finanzielle Schäden abfedern und Unternehmen mit Expertenhilfe durch den Vorfall begleiten“, sagt Klemens Lemke, Underwriting Manager Cyber bei Hiscox, anlässlich der Veröffentlichung des Reports. (bh)
Über die Umfrage
Der jährlich erscheinende internationale Hiscox Cyber Readiness Report untersucht seit 2017 die Cyberbereitschaft von Unternehmen. Für die aktuelle Ausgabe befragte Wakefield Research im Auftrag von Hiscox insgesamt 6.800 Cyber-Security-Experten und Entscheider aus zehn Ländern, darunter Deutschland. Die Befragten stammen aus Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitenden. Die Online-Befragung fand vom 05.06. bis 17.06.2026 statt.
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