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2. Dezember 2021
Deutsche Privatanleger haben Lust auf mehr ESG-Produkte
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Deutsche Privatanleger haben Lust auf mehr ESG-Produkte

Grüne Kapitalanlagen liegen im Trend. Wie eine Studie von Nordea Asset Management zeigt, wollen knapp Drei Viertel der befragten Deutschen ihre Anlagen in ESG-Produkten erhöhen. Aber: Im Beratungsalltag scheint dieser Wunsch noch nicht angekommen zu sein.

In weniger als 250 Tagen werden die neuen EU-MiFID- und Nachhaltigkeitsvorschriften auch von deutschen Finanzberatern verlangen, mit ihren Kunden Nachhaltigkeitspräferenzen zu besprechen. Eine aktuelle Umfrage des Vermögensverwalters Nordea Asset Management (NAM) hat nun ergeben, dass 73% der Anleger planen, ihre ESG-Allokation im kommenden Jahr zu erhöhen. Zugleich gaben die Umfrageteilnehmer aber auch an, dass 65% der Anleger in den vergangenen zwölf Monaten keinen ESG-Produkt-Vorschlag von ihrem Finanzberater erhalten haben.

Wissensdefizit als primäre Investitionsbremse

Die deutschen Studienteilnehmer berichteten, dass ihr Mangel an Wissen eine erhebliche Hürde für Investitionen in ESG-Produkte darstelle. 76% der deutschen Studienteilnehmer wünschten sich daher von ihrem Finanzberater klarere und einfachere Erklärungen zu ESG-Produkten. Allerdings hat über die Hälfte der Umfrageteilnehmer mit ihrem Berater noch gar nicht über ESG-Produkte gesprochen.

Berater spielen bei der grünen Geldanlage entscheidende Rolle

Berater spielen in Deutschland nach Angaben der NAM-Studie eine entscheidende Rolle bei der Vermittlung grüner Geldanlagen. Deutlich über die Hälfte der befragten Privatanleger nannten ihren Finanzberater als Hauptquelle für ESG-Informationen. „Dies stellt eine echte Chance für Finanzberater dar“, sagt Francois Passant, ESG Leader bei NAM. „Die Umfrage zeigt zudem: Um diese Chance zu nutzen, müssen Finanzberater ihr ESG-Wissen und die Art und Weise, wie sie ihren Kunden ESG-Grundlagen und -Produkte erklären, verbessern. Hier kann die Partnerschaft mit Vermögensverwaltungsgesellschaften, die langjährige ESG-Erfahrung, ein entsprechendes ESG-Rahmenwerk sowie -Produkte und Supportfähigkeiten nachweisen können, einen echten Unterschied machen.“ Sogar 99% der befragten Anleger vertrauen darauf, dass ihr Berater ein gutes ESG-Wissen hat.

Nachhaltige Kapitalanlagen mit hohem Geschäftspotential

Unterdessen bestätigen die deutschen Anleger ihr weiterhin ungebrochenes Interesse an ESG-konformen Kapitalanlagemöglichkeiten. So haben 73% der Befragten ihre ESG-Investitionen in den letzten zwölf Monaten erhöht. Ein ebenso hoher Anteil möchte in den nächsten zwölf Monaten die ESG-Investitionen ausbauen. Und auch bei der Rendite stellen die Befragten ESG-Produkten ein gutes Zeugins aus: Knapp 77% der befragten Studienteilnehmer sind mit der Performance ihrer ESG-Investments zufrieden. Allerdings haben 65% der Befragten von ihrem Finanzberater in den vergangenen zwölf Monaten keinen Vorschlag für ein ESG-Produkt erhalten. 70 % wünschen sich, dass ihnen mehr neue ESG-Produkte angeboten werden. Nachhaltige Kapitalanlagen besitzen demnach ein hohes Geschäftspotenzial für Vermittler.

Zur Studie

Im Juli und August 2021 führte NAM eine Onlineumfrage unter 1.200 europäischen Einzelinvestoren aus Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich und der Schweiz durch. Alle Umfrageteilnehmer gaben an, derzeit einen Finanzberater zu nutzen. (as)

Bild: © thithawat – adobe.stock.com