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17. Mai 2021
Deutsche Sparer pfeifen weiter auf Erträge
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Deutsche Sparer pfeifen weiter auf Erträge

Die Zinsen auf Spareinlagen bleiben weiter im Keller. Eine Zinswende ist nicht in Sicht. Stattdessen setzen sich sogar Strafzinsen immer mehr durch. Die deutschen Sparer schert das laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag der Postbank bisher aber wenig.

Zinsen auf Spareinlagen waren gestern. Heute lassen sich mit Ersparnissen auf Tages- oder Festgeldkonten kaum noch Gewinne erzielen. Knapp ein Drittel aller Deutschen (29%) quittiert diese Tatsache mit einem Achselzucken. Ihnen ist es schlicht unwichtig oder egal, ob ihr Geld Gewinne einbringt. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Kantar-Umfrage im Auftrag der Postbank.

Lippenbekenntnis statt Verhaltensänderung

Zwar geben auch 71% der Befragten an, dass Rendite für ihre Geldanlage von Bedeutung sei. Für viele Anleger ist dieser Anspruch allerdings nicht mehr als ein Lippenbekenntnis: Jeder zweite Sparer (53%) legt sein Geld dennoch weiter auf einem nahezu unverzinsten Sparkonto zurück. Jeder Dritte parkt seine Ersparnisse auf dem Girokonto (34%). „Damit nehmen sie in Kauf, dass ihre Rücklagen über die Zeit an Wert verlieren, da nicht einmal ein Inflationsausgleich erzielt wird. Zudem verschenken sie Chancen, ihr Vermögen zu vermehren“, meint Frank Kuczera von der Postbank.

Aktiensparer bleiben in der Minderheit

Nur gut jeder vierte Sparer (26%) investiert Geld in Aktien oder Fondsanteile. Wertpapierbesitzer zeigen im Vergleich zum Durchschnittssparer eine ausgeprägte Vorliebe für Rendite. 88% dieser Gruppe ist es wichtig, dass ihre Geldanlage Gewinn einbringt. Das sind ganze 17 Prozentpunkte mehr als im Durchschnitt. Nur knapp jedem neunten Anleger (12%), der in Aktien oder Fonds investiert, sind Renditechancen hingegen unwichtig oder egal.

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