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Deutschlands Immobilienmarkt trotzt (bisher) der Corona-Krise

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Deutschlands Immobilienmarkt trotzt (bisher) der Corona-Krise

Der Finanzierungsvermittler Hüttig & Rompf hat eine aktuelle Auswertung von Daten zum deutschen Immobilienmarkt veröffentlicht. Demnach trotzt der Markt bisher der Corona-Krise. 2021 sei dennoch mit einigen Unsicherheiten behaftet.

Im Corona-Jahr 2020 zeigte sich der private Immobilienmarkt in Deutschland außerordentlich robust und krisenresistent. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung von Marktdaten des Immobilienfinanzierungsvermittlers Hüttig & Rompf AG. Demnach traf eine anhaltend hohe Nachfrage auf ein unverändert geringes Angebot an Wohnraum. In der Folge stiegen die durchschnittlichen Kaufpreise für Eigennutzer und Kapitalanleger im Vorjahresvergleich bundesweit im Durchschnitt um 6 bzw. 5%. Seit 2016 müssen Eigennutzer sogar 30% mehr für ihre Immobilie aufbringen, Kapitalanleger 10%.

Einfamilienhäuser besonders gefragt

Besonders gefragt waren 2020 bei Eigennutzern Einfamilienhäuser (34%), gefolgt von Eigentumswohnungen (27%). Bei den Kapitalanlegern sind traditionell Eigentumswohnungen der klare Spitzenreiter, sie machten 2020 rund 72% der Finanzierungen aus. Besonders gefragt waren Neubauten (Eigennutzer 42%, Kapitalanleger 39%), dicht gefolgt von Objekten, die etwas über 20 Jahre alt waren (Eigennutzer 43%, Kapitalanleger 46%).

Finanzierungen noch mit hohem Eigenkapitalanteil

Im Durchschnitt finanzierten Eigennutzer und Kapitalanleger im Jahr 2020 mit 20% bzw. 21% Eigenkapitalanteil – das entspricht laut Hüttig & Rompf auch den geläufigen Empfehlungen bzw. Vorgaben vieler finanzierender Banken. Es fällt jedoch ein rückläufiger Trend auf: Die durchschnittliche Eigenkapitalquote sank bei Eigennutzern seit 2016 um vier Prozentpunkte von 24%. Das sei vor allem das Ergebnis gestiegener Kaufpreise. In absoluten Zahlen hätten Käufer häufig sogar mehr Eigenkapital aufgebracht. Noch etwas deutlicher fiel der Rückgang bei den Kapitalanlegern aus, bei denen die Eigenkapitalquote im betrachteten Zeitraum von 26% auf 21% sank.

Eigennutzer geben deutlich mehr aus

Durchschnittlich lagen die Kaufpreise von Eigennutzern 2020 bei 493.000 Euro. Daraus ergibt sich eine Diskrepanz von rund 67% zu den Kaufpreisen der Kapitalanleger, die sich durchschnittlich auf 329.000 Euro belaufen. Dies begründet sich unter anderem durch eine durchschnittlich geringere Objektgröße. Während die Wohnfläche von Eigennutzern sich im Schnitt auf 136 m2 beläuft, kommen Kapitalanleger lediglich auf etwa 96 m2.

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