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Deutschlands Immobilienmarkt trotzt (bisher) der Corona-Krise

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Deutschlands Immobilienmarkt trotzt (bisher) der Corona-Krise

Trend zu längeren Zinsbindungen

„Gleichwohl die Corona-Krise weltweit großes Leid verursacht hat, blieb der Immobilienmarkt bisher verschont. Das zeigt sich neben den geringen Kreditausfallraten bespielweise in den stabil gebliebenen Tilgungsraten, denn das Gros der Kreditnehmer tilgt weiterhin zwischen 2% und 3%“, kommentiert Ditmar Rompf, Vorstandsvorsitzender der Hüttig & Rompf AG. Die Finanzierungsbedingungen waren 2020 attraktiv, Immobilieninteressenten konnten von historisch niedrigen Zinssätzen profitieren. Entsprechend konnte bei Eigennutzern ein leichter Trend hin zu längeren Zinsbindungen vermerkt werden. 18% aller Finanzierungen bei Eigennutzern machten Darlehen mit 20 Jahren Laufzeit aus. Das entspricht einem Plus von vier Prozentpunkten.

Banken schauen genauer hin

Die finanzierenden Banken schauen laut Hüttig & Rompf seit Beginn der Corona-Krise allerdings etwas genauer auf die Branchen und das Eigenkapital ihrer Kunden. „Wer in einer krisengebeutelten Branche arbeitet und nur wenig Eigenkapital mitbringt, konnte 2020 und wird wohl auch 2021 mit Problemen bei der Aufstellung einer tragfähigen Finanzierung zu kämpfen haben. Das hängt auch zusammen mit den mittelfristigen Folgen der Krise, die noch nicht vollends absehbar sind“, so Rompf.

Anstieg notleidender oder ausgefallener Immobilienkredite möglich

Auf 2021 blickt Ditmar Rompf daher auch mit gewisser Skepsis. „Trotz der Hoffnungen auf einen Impfstoff wurden verschiedene Wirtschaftsbranchen nachhaltig hart getroffen, sodass wir es für möglich halten, dass es 2021 zu einem Anstieg notleidender oder ausgefallener Immobilienkredite kommen könnte.“ Insgesamt geht der Experte jedoch nicht davon aus, dass sich die Angebots- und Nachfragesituation am Immobilienmarkt nachhaltig entspannen wird. Auch das Preisniveau dürfte eher noch zunehmen, gerade in den Ballungsräumen und dem näheren Umland, das gerade im Zuge der Pandemie zusätzlich an Attraktivität gewonnen hat. (mh)

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