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23. Juli 2026
Die besten Tarife in der bAV-Direktversicherung laut IVFP
Die besten Tarife in der bAV-Direktversicherung laut IVFP

Die besten Tarife in der bAV-Direktversicherung laut IVFP

Die Bundesregierung will als Teil der Rentenreform die Verbreitung der bAV vorantreiben, denn sie gilt als attraktives Instrument zum Aufbau einer kapitalgedeckten Altersvorsorge. Das IVFP hat nun sein Rating zur bAV-Direktversicherung aktualisiert. Welche Unternehmen bieten „exzellente“ Tarife an?

Die Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) stagniert seit einigen Jahren. Doch nun soll politisch etwas Bewegung in die Thematik kommen: Kürzlich hat eine von der Bundesregierung beauftragte Rentenkommission Vorschläge vorgelegt, die das strauchelnde Rentensystem – darunter auch die bAV – reformieren sollen. So sollen beispielsweise im Rahmen eines Sozialpartnerdialogs konkrete Maßnahmen erarbeitet werden, um die Verbreitung der bAV insbesondere in bisher unterversorgten Bereichen deutlich zu erhöhen. Dem Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) dürfte das sicher gefallen, so erklärt das IVFP wiederholt, dass die betriebliche Altersversorgung als das attraktivste Instrument zum Aufbau einer kapitalgedeckten Altersvorsorge gilt.

Moderne Anlageinstrumente und größere Flexibilität

In den letzten fünf Jahren hat sich in der bAV einiges getan, erklärt das IVFP. So sind zunehmend moderne Anlageinstrumente im Angebot. Rebalancing, Ablaufmanagements oder die Vielfalt in der Fondsanlage werten Entscheidungsmöglichkeiten für den Verbraucher auf. In der Geldanlage selbst seien Renditewerte in den Musterfallberechnungen eher unter Druck geraten – das sei allerdings angesichts der Zinssituation nicht verwunderlich.

Auch zu beobachten sei eine stetige Verbesserung in der Flexibilität bei der Vertragsgestaltung und bei der Digitalisierung, doch dies seien keine bAV-spezifischen, sondern marktweite Entwicklungen.

Basisprodukt könnte Entlastung für Makler bedeuten

Auch seien Bemühungen bei der Reduzierung der Komplexität in der bAV zu erkennen. So schlägt beispielsweise der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) ein standardisiertes bAV-Basisprodukt vor, das als Direktversicherung konzipiert wäre und auf bestehende Systeme aufbauen soll – was zu einer spürbaren Entlastung für Arbeitgeber führen könnte. Für Makler könnte sich die Einführung eines solchen Produkts laut IVFP sogar positiv auswirken – so könnten unter anderem rechtliche Komplexität, Haftungsangst und andere Herausforderungen vermieden werden.

Auf Anbieterseite versuchen Unternehmen Komplexität vor allem im Bereich Produkt zu vermeiden. Die Anzahl der Comfort-Tarife – Tarife, mit Anlagekonzeption, deren Management komplett vom Versicherer übernommen wird – ist mit 25% der angebotenen Tarife höher als beispielsweise in der Privatrente.

IVFP bewertet bAV-Direktversicherungen

Für den aktuellen Jahrgang des Ratings in der bAV-Direktversicherung hat das IVFP das Tarifangebot von 34 Versicherern analysiert. Insgesamt wurden 76 Tarife in den Bereichen Unternehmen (Gewichtung: 25%), Rendite (Gewichtung: 40%), Flexibilität (Gewichtung: 25%) und Transparenz und Service (Gewichtung: 10%) auf bis zu 90 Kriterien untersucht. Die Tarife waren dabei in die Kategorien Klassik, Klassik Plus, Indexpolicen, Comfort und fondsgebundene Tarife mit Garantie aufgeteilt. Die Bewertung der Tarife erfolgt in den Kategorien exzellent, sehr gut, gut und befriedigend, die Anbieter sind innerhalb der Gesamtnoten alphabetisch geordnet.

Diese Anbieter punkten in den Kategorien Klassik, Klassik Plus und Index

In der Kategorie Klassik erreicht wie bereits in den Vorjahren kein Tarif die Gesamtnote „exzellent“. Zwei Versicherer jedoch, die Hannoversche und die LV 1871, können mit jeweils einem Tarif die Gesamtnote „sehr gut“ erreichen – wie bereits 2025 auch.

Im Bereich Klassik Plus können sich ebenfalls die Anbieter durchsetzen, die bereits im Vorjahr ganz vorne gelandet sind: Das MetallRente Konsortium unter Führung der Allianz, die neue leben Lebensversicherung sowie die Württembergische erhalten alle die Gesamtnote „exzellent“. In der Kategorie Indexpolice können Allianz, ERGO Vorsorge, neue leben und NÜRNBERGER die Gesamtnote „exzellent“ einheimsen.

Die Gewinner der Kategorien Comfort und Fondsgebunden mit Garantie

Insgesamt bewertet das IVFP zwölf Tarife in der Kategorie Comfort als „exzellent“. Drei Anbieter sind gleich mit zwei Tarifen ganz oben vertreten: HDI, das MetallRente Konsortium unter Führung der Allianz sowie die Stuttgarter. Jeweils einen Tarif ganz oben können die Allianz, AXA, Bayern-Versicherung, ERGO Vorsorge, LVM und Württembergische platzieren.

Die Kategorie Fondsgebunden mit Garantie bringt zehn „exzellent“ bewertete Tarife hervor. Zwei davon kommen von der Stuttgarter, jeweils einer von der Allianz, Alte Leipziger, AXA, Continentale, ERGO Vorsorge, LV 1871, SIGNAL IDUNA und Württembergische. (js)

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