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22. Januar 2026
Die Hausratversicherer mit den höchsten Bestandsverlusten
Die Hausratversicherer mit den höchsten Bestandsverlusten

Die Hausratversicherer mit den höchsten Bestandsverlusten

Verglichen mit anderen Versicherungssparten kann die Hausratversicherung relativ gute Ergebnisse erzielen. Trotzdem können die Versicherer mit den Resultaten 2024 nur bedingt zufrieden sein. Welche Versicherer die meisten Kunden gewonnen und verloren haben und andere wichtige Zahlen aus dem Branchenmonitor Hausratversicherung 2025 der V.E.R.S. Leipzig GmbH.

Im Vergleich zu anderen Sparten konnten die Hausratversicherer im Jahr 2024 recht profitabel arbeiten. Das zeigen Zahlen des Branchenmonitors Hausratversicherung 2025 der V.E.R.S. Leipzig GmbH. Die Studie analysiert Zahlen von 50 Hausratversicherern, die gemeinsam etwa 92% des deutschen Marktes abdecken. Demnach lag der Durchschnittswert der Combined Ratio bei den 50 betrachteten Häusern bei 81%; somit gaben die Unternehmen für jeden eingenommenen Euro im Schnitt 81 Cent aus. Damit lag die Combined Ratio zwar höher im Vergleich zum Vorjahr (80,1%), allerdings immer noch deutlich niedriger als beispielsweise in der Wohngebäudeversicherung, wo sie laut Branchenmonitor im Jahr 2025 durchschnittlich bei 96,5% lag. Verantwortlich für die höhere Combined Ratio war insbesondere der Anstieg bei den Schadenaufwendungen, erklärt V.E.R.S. Leipzig.

Hausratversicherer können nur „bedingt“ zufrieden sein

Die gebuchten Bruttoprämien stiegen um 5% gegenüber dem Vorjahr auf 68,52 Mio. Euro – das sei sowohl auf die Erhöhung der Durchschnittsprämien als auch auf den Zuwachs im Vertragsbestand zurückzuführen, so die Analysten. Allerdings stiegen auch die Schadenaufwendungen deutlich von 28,15 Mio. Euro im Jahr 2023 auf 31,24 Mio. Euro im Jahr 2024 an.

Mit dem versicherungstechnischen Ergebnis vor Veränderung der Schwankungsrückstellung können die Hausratversicherer laut dem Branchenmonitor nur bedingt zufrieden sein. Zwar sank es im Vergleich zum Vorjahr nur minimal auf 8,67 Mio. Euro (Vorjahr: 8,82 Mio. Euro). In den Jahren 2019 bis 2022 konnten die Versicherer allerdings immer einen Gewinn im zweistelligen Millionenbereich erzielen.

Diese Unternehmen verloren im Jahr 2024 die meisten Verträge

Wie bereits erwähnt, ist der Vertragsbestand im Jahr 2024 angestiegen. Durchschnittlich befanden sich im Jahr 2024 509.860 Verträge im Bestand der Versicherer – 8.145 Verträge mehr als im Vorjahr. Den mit Abstand größten Bestand verzeichnet dabei die Allianz, mit 2,93 Millionen Verträgen. Die zweitmeisten Verträge kann Generali Deutschland aufweisen, mit insgesamt 1,66 Millionen Verträgen, gefolgt von der HUK-COBURG mit 1,52 Millionen Verträgen.

Die größte Zuwachsrate im Bestand errang die Rhion Versicherung. Ihr Bestand wuchs im Jahr 2024 ganze 135,97% im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Alte Leipziger konnte im zweistelligen Bereich zulegen (+21,72%), genauso wie die HUK24 (+12,78%). Insgesamt vergrößerte sich der Bestand bei 24 der 50 analysierten Unternehmen, 26 dagegen mussten Kunden gehen lassen.

Die meisten Verträge verlor die Dialog Versicherung, bei der sich im Jahr 2024 der Bestand um 4,1% verringerte. Auch die Gothaer Allgemeine beendete das Jahr mit weniger Verträgen im Vergleich zum Vorjahr, das Minus lag bei 3,68%. Auch Janitos (-3,17%) und die DEVK (-3,12%) waren unter den größten Verlierern, wenn es um den Vertragsbestand geht.

Bei diesen Anbietern zahlten Kunden im Schnitt die höchsten Prämien

Im Schnitt verteuerte sich die Jahresprämie um 3,2% auf nunmehr 131,21 Euro. Die höchsten Prämien zahlten Kunden bei der VGH Landschaftliche Brandkasse, mit durchschnittlich 219,24 Euro. Auch die Oldenburger Landesbrandkasse (189,08 Euro) und die Provinzial (188,77 Euro) lagen mit ihren Durchschnittsprämien höher als der Rest der analysierten Unternehmen. Auf Platz 4 befindet sich die Allianz (162,90 Euro), die Baloise reiht sich mit 162,29 Euro auf Rang 5 der höchsten Durchschnittsprämien ein.

Die im Durchschnitt niedrigsten Prämien zahlten Kunden bei der Ammerländer Versicherung (66,66 Euro), gefolgt von der Rhion Versicherung (74,95 Euro) sowie WGV-Versicherung (79,00 Euro), HUK14 (81,36 Euro) und InterRisk (84,94 Euro). (js)

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