Franke und Bornberg hat die Ergebnisse des neuen Hausrat-Ratings vorgestellt. Für den neuen Rating-Jahrgang hat das Analysehaus an der Bewertungsrichtlinie gefeilt. Neue Mindeststandards und zusätzliche Kriterien sollen Leistungsunterschiede sichtbar machen, die für Verbraucher im Schadenfall relevant sind, wie es von Franke und Bornberg dazu heißt.
Um die Höchstnote FFF+ (hervorragend) zu erhalten, müssen Tarife Mindeststandards für Leistungen bei Rauch- und Rußschäden, beim Diebstahl aus Wohnmobilen sowie für Hotelkosten nach einem versicherten Schaden erfüllen. Zugleich haben die Analysten die Anforderungen an den Umgang mit grober Fahrlässigkeit verschärft. Der Mindeststandard für den Verzicht auf Leistungskürzungen bei grob fahrlässig verursachten Schäden gilt künftig bereits für die Bewertungsklasse FFF (sehr gut).
Darüber hinaus wurde das Rating um Kriterien für Mehrleistungen bei energetischer Modernisierung und Technologiefortschritt erweitert. Ebenfalls neu berücksichtigt werden Leistungen bei Diebstahl von Gehhilfen und Stützapparaten.
Deutliche Qualitätsunterschiede
Für das aktuelle Rating hat Franke und Bornberg 363 Tarife von 102 Versicherern auf den Prüfstand gestellt. Neben einer hohen Gesamtpunktzahl müssen die Tarife auch definierte Mindeststandards erfüllen, um die jeweils höheren Ratingklassen zu erreichen. Franke und Bornberg spricht insgesamt von einem „soliden Qualitätsniveau“, sieht aber weiterhin „deutliche Unterschiede“.
„Die Qualitätsunterschiede bleiben erheblich. Gerade bei Diebstahl, Hotelkosten oder Schäden durch Rauch und Ruß zeigen sich noch immer Lücken, die Verbraucher erst im Ernstfall bemerken,“ erklärt Christian Monke, Leiter Ratings Gesundheit und Private Risiken bei Franke und Bornberg.
Gut jeder vierte Tarif erhält Bestnote
Insgesamt haben rund 103 Tarife die Höchstnote FFF+ (hervorragend) eingeheimst, was einem Anteil am gesamten analysierten Angebot von rund 28% entspricht. 76 Tarifen und damit rund 21% des Angebots bescheinigen die Analysten die Note FFF (sehr gut). 71 Tarife bzw. fast 20% erhalten die Bewertung FF+ (gut). 46 Tarife und damit rund 13% werden mit FF (befriedigend) benotet. 67 Tarife – rund 18% – kommen über die Bewertung F+ (ausreichend), F (mangelhaft) oder F- (ungenügend) nicht hinaus.
Das Risiko, einen schwachen Tarif abzuschließen, bleibe laut Franke und Bornberg damit „erheblich“. Viele Versicherer würden heute mehrere Tariflinien mit unterschiedlichem Qualitätsniveau führen. Neben leistungsstarken Top-Tarifen würden häufig günstige Basisvarianten für preissensible Kunden zur Verfügung stehen. Gerade diese Einsteigertarife seien überdurchschnittlich oft in den unteren Bewertungsklassen vertreten, erläutern die Analysten.
Seite 1 Franke und Bornberg kürt die besten Hausratversicherungen
Seite 2 Woran es bei schwächeren Hausrattarifen hakt
- Anmelden, um Kommentare verfassen zu können
