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23. August 2021
Digitale Zielgruppenprodukte als Chance in der Gewerbeversicherung

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Digitale Zielgruppenprodukte als Chance in der Gewerbeversicherung

Die Anforderungen der Kunden ändern sich mit dem digitalen Wandel ihrer Berufe oder neuen Gewerbetätigkeiten stetig. Darauf müssen Services und Produkte in der Gewerbeversicherung abgestimmt werden. Digitale Prozesse und Tools können bei der Beratung und Absicherung von Gewerbekunden unterstützen.

Ein Beitrag von Tobias Wenhart, Geschäftsführer der Finanzchef24 GmbH

Die Historie der Gewerbeversicherung ist fast ebenso alt wie die der Versicherer insgesamt. Doch während in vielen Produktbereichen zuletzt enorme Digitalisierungs- und Innovationsschübe vonstattengehen, ist die Gewerbeversicherung bei vielen Gesellschaften (noch) nicht im Fokus der Veränderungen.

Immer individuellere Bedürfnisse treffen auf traditionelles Spartendenken

Zwar bekommen Konzerne und große Unternehmen heute sehr wohl maßgeschneiderte, zeitgemäße Gewerbeversicherungslösungen und Services. Doch das Angebot für Einzel- und Kleinunternehmer, also KMU bzw. SME, ist weitgehend antiquiert: Starre Produktlösungen in vordefinierten Sparten, analoge Vertriebsformen und fehlendes Spezialwissen für eine sehr vielschichtige Klientel überwiegen. Dabei sind im Bereich der KMU in Deutschland 1.500 Berufe mit ihren jeweiligen Besonderheiten abzusichern. Und: Die Anforderungen der Kunden ändern sich mit dem digitalen Wandel ihrer Berufe oder dem Entstehen ganz neuer Gewerbetätigkeiten stetig.

Herausforderungen in der Gewerbeversicherung

Aus dieser immensen Anzahl an Kundengruppen auf der einen Seite und den verschiedenen Produktsparten auf der anderen ergeben sich einige Herausforderungen auf dem Markt der Gewerbeversicherung:

Auf der Beratungs- und Vertriebsseite müssen Makler und Versicherer eine komplexe Beratung leisten, um das geeignete Produkt auswählen zu können. Gleichzeitig ist eine effiziente Bearbeitung sehr wichtig. Denn das Prämienniveau bewegt sich vielfach auf dem von Privatkunden, da in der Menge vor allem das Kleingewerbe und Solo-Selbstständige als Kunden den Markt dominieren. Aufgrund der niedrigen Prämien wiederum werden Einzel- und Kleinunternehmer häufig von nicht spezialisierten Maklern aus dem Privatkundensegment beraten.

Auf der Produktseite entwickelt in der Gewerbeversicherung der Versicherer traditionell einen Tarif je Sparte, der auf möglichst alle Kunden dieses Segments passen muss. Somit kann der Tarif auch von der häufig wenig agilen IT innerhalb bekannter Prozesse intern bespielt werden.

Den Ansprüchen und Wünschen der Kunden gerecht werden

Dieses Vorgehen erfüllt jedoch weder die Wünsche der Kunden noch deckt es deren Bedarf umfassend ab. Sowohl Kunden als auch Makler möchten einfache und vor allem bedarfsorientierte und spartenübergreifende Produktlösungen. Wir sehen also eine Kluft zwischen den Ansprüchen und Wünschen der Kunden und den Ressourcen und Leistungen von Vertriebspartnern und Versicherern.

Doch wie kann der Spagat gemeistert werden? Wie lassen sich die Bedürfnisse der Kunden nach individualisierten, zielgruppenspezifischen sowie personalisierten Angeboten mit einer effizienten und den Prämien angemessenen Bearbeitung der Verträge bei Vertriebspartnern und Versicherern in Einklang bringen? Dafür lohnt sich ein genauer Blick auf die Wertschöpfungskette, um die einzelnen Herausforderungen besser zu verstehen und die Bedürfnisse beider Seiten erfüllen zu können.

Seite 1 Digitale Zielgruppenprodukte als Chance in der Gewerbeversicherung

Seite 2 1. Risikoerfassung und Bedarfsanalyse

Seite 3 Schnittstellentechnologie als Trumpfkarte

 
Ein Artikel von
Tobias Wenhart