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21. Mai 2026
Diskussionsrunde zum Altersvorsorgedepot: Was Makler schon jetzt tun sollten

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Diskussionsrunde zum Altersvorsorgedepot: Was Makler schon jetzt tun sollten

Diskussionsrunde zum Altersvorsorgedepot: Was Makler schon jetzt tun sollten

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung hat in einer Online-Veranstaltung einen Vormittag lang zum Altersvorsorgedepot informiert. Darin gab es auch ein Diskussionspanel aus mehreren Branchenteilnehmern, was die Reform der privaten Altersvorsorge für Berater bedeutet. Was sollten Makler noch im Jahr 2026 tun, ehe die neue Produktlandschaft in den Vertrieb geht?

Es dauert nicht mehr lange – auf dem Papier sind es noch gut sieben Monate –, bis es Neujahr 2027 schlägt und Produktgeber mit neuen Produkten in der privaten Altersvorsorge an den Start gehen können. Bis dahin gibt es noch einiges zu klären. Welche verschiedenen Formen werden Standardprodukt und Nicht-Standardprodukt beim neuen Altersvorsorgedepot annehmen? Wie wird die genaue Durchführung aussehen? Wird der Staat als eigener Produktgeber am Markt mitmischen? Und wie sieht es mit der Beratungsvergütung aus?

Diese Fragen und mehr hat das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) im „Altersvorsorgeforum“, einer Online-Veranstaltung am Donnerstagvormittag, behandelt. Auf dem Programm stand auch eine Diskussionsrunde zur Frage, was die Konsequenzen der Reform für Beraterinnen und Berater sind. Moderiert wurde die Runde von David Krahnenfeld, Leiter Wholesale und Produktmarketing bei Ampega. Die Diskussion führten Norman Wirth, Vorstand des Vermittlerverbands AfW, Cvetelina Todorova, Leiterin Altersvorsorgepolitik im Fondsverband BVI, Dr. Peter Schwark, Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), und Carsten Kock, Leiter Maklervertrieb Leben bei der HDI.

Flexibilität erhöht Beratungsbedarf

Generell gilt Altersvorsorge nicht unbedingt als Thema, welches in der Gesellschaft als sexy betrachtet wird – geformt von gesellschaftlichen Trends wird sie aber wohl dennoch. Denn ebenso wie sich viele Dinge in Richtung Individualismus entwickeln, soll durch die Wahlmöglichkeiten bei den Garantiestufen im Altersvorsorgedepot mehr Flexibilität ermöglicht werden.

Was heißt das für Berater? Der Ansicht der Expertinnen und Experten im Diskussionspanel nach wird der Beratungsbedarf aufgrund der erhöhten Flexibilität steigen. Wenn es mehr Möglichkeiten gibt, die Altersvorsorge zu gestalten, gehe es darum, die Kunden und Kundinnen ganzheitlich zu beraten und alle Möglichkeiten im Auge zu behalten, erklärte etwa Dr. Peter Schwark. Es brauche den Berater, der den Kunden antreibt und ihn dazu anregt, einmal über seine aktuelle finanzielle Situation und seinen Bedarf zu sprechen.

AfW-Vorstand Norman Wirth pflichtete Schwark bei und verwies dabei nochmals auf die Fehlannahme des Gesetzgebers und auch des GDV, dass man keine Beratungspflicht für das geplante Standardprodukt brauche. „Natürlich“ müssen neue Produkte beraten werden, und zwar ganzheitlich, denn es gehe um neue Produktkategorien, um eine neue Förderlogik und im Falle dieser Reform auch um bereits bestehende Riester-Verträge, die in die neue Förderung umgesiedelt werden können. Ob dies immer die beste Option ist, lasse sich aber, so waren sich alle Experten einig, nur bei der individuellen Betrachtung klären, denn eindeutig sei diese Frage nicht zu beantworten.

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