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12. Oktober 2026
EH55-Plus-Förderung: Bund stockt Mittel auf
EH55-Plus-Förderung: Bund stockt Mittel auf

EH55-Plus-Förderung: Bund stockt Mittel auf

Im Sommer wurde die Effizienzhaus 55-Plus-Förderung verlängert. Die Neubauförderung sollte laufen, bis die ursprünglich bereit gestellten Mittel aufgebraucht sind, höchstens aber bis Jahresende. Aufgrund der hohen Nachfrage stellt die Regierung nun zusätzliche Mittel bereit. Was die Verbände dazu sagen.

Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und die Förderbank KfW hatten im Dezember 2025 die Förderung des „Effizienzhaus 55“-Standards für Neubauten befristet gestartet. Die Neubauförderung war ursprünglich befristet bis zum 30.06.2026. Im Sommer folgte eine Verlängerung der Frist. „Die zeitlich befristete Effizienzhaus 55-Plus-Förderung mit 100% erneuerbaren Energien kann beantragt werden, bis die Fördermittel vollständig verausgabt sind – längstens jedoch bis zum Jahresende“, hieß es vom Bundesbauministerium im Sommer, wie AssCompact berichtete.

Aufstockung der Mittel wegen hoher Nachfrage

Nun hat Bundesbauministerium bekannt gegeben, dass die Fördermittel für das Programm aufgestockt werden. Die Bundesregierung stellt zusätzliche Mittel für die Effizienzhaus 55-Plus-Förderung zur Aktivierung des Bauüberhangs bereit. „Wegen der hohen Nachfrage in den vergangenen Monaten wäre das ursprünglich eingeplante Budget von 800 Mio. Euro voraussichtlich noch vor Jahresende ausgeschöpft gewesen“, schreibt das Bundesministerium. Seit dem Programmstart im Dezember 2025 wurden rund 52.100 Wohneinheiten mit einem Kredit- und Zuschussvolumen von rund 4,9 Mrd. Euro gefördert (Stand: 05.10.2026).

Bundesbauministerin Verena Hubertz erklärt: „Die EH55-Plus-Förderung ist ein Erfolg, die Nachfrage ist groß. [...] Deshalb stellen wir zusätzliche Mittel bereit. Wer eine Baugenehmigung in der Tasche hat, kann weiter darauf setzen: Die Förderung kann bis zum Jahresende in Anspruch genommen, soweit Programmmittel noch zur Verfügung stehen.“

Das sagen die Verbände

Zustimmung für die Aufstockung kommt vom Spitzenverband der Immobilienwirtschaft ZIA (Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.). Vom Verband heißt es, die Bundesregierung würde zum zweiten Mal entlang der tatsächlichen Nachfrage nachsteuern.

„Dass die ursprünglich vorgesehenen Mittel fast vollständig abgerufen wurden, zeigt, wie groß das Interesse und wie real der Bedarf ist: Die Projekte sind baureif und warten auf ihre Umsetzung“, erklärt Iris Schöberl, Präsidentin des ZIA. Für baureife Projekte bleibe Planungssicherheit der entscheidende Faktor.

Auch der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW begrüßt die Entscheidung der Bundesregierung, die Förderung aufzustocken. Der GdW hatte sich ausdrücklich für eine Verlängerung des Programms eingesetzt, um den dringend benötigten Wohnungsbau weiter anzukurbeln. „Das ist eine gute Nachricht für den Wohnungsbau in Deutschland. Die Bundesregierung setzt damit ein wichtiges Signal für mehr Verlässlichkeit bei der Neubauförderung. Es ist entscheidend, dass bereits genehmigte Bauvorhaben auch realisiert werden können. Umso erfreulicher ist es, dass die Bundesregierung nun nachlegt“, betont Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW.

Appell an Bundesregierung

Weiter heißt es vom GdW, die zusätzlichen Fördermittel würden dabei helfen, Investitionen anzustoßen und dringend benötigte Wohnungen auf den Weg zu bringen. Entscheidend sei nun, dass die Förderung möglichst ohne Unterbrechungen zur Verfügung stehen und die Wohnungsunternehmen langfristig Planungssicherheit erhalten. „Wohnungsbau braucht verlässliche Rahmenbedingungen und keine Förderpolitik im Stop-and-go-Modus“, so Gedaschko weiter. Der GdW richtet an die Regierung den Appell, die positiven Impulse der EH55-Plus-Förderung aufzugreifen und auch über das Jahresende hinaus für stabile, ausreichend ausgestattete und langfristig planbare Förderbedingungen im Wohnungsneubau zu sorgen. (tik)

Details zum Programm gibt es unter kfw.de/297-298 und kfw.de/299.
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