Laut dem aktuellem Engel & Völkers Marktbericht Frankreich 2025/2026 zeigen sich am französischen Immobilienmarkt Signale einer Erholung. „Nach zwei Jahren spürbarer Abkühlung zeichnet sich in Frankreich wieder ein Aufwärtstrend ab: Die Zahl der Transaktionen steigt und die Preise stabilisieren sich, wesentlich angetrieben durch die nationale Nachfrage nach Wohnraum”, erläutert Christophe Michel, CEO von Engel & Völkers Frankreich. Der Bericht analysiert den Immobilienmarkt in der Hauptstadt Paris sowie an der Côte d’Azur und erstmals auch in der Metropole Lyon.
Paris bleibt teures Pflaster – und bei Käufern gefragt
Paris ist nach wie vor einer der attraktivsten Immobilienmärkte Europas. Die französische Hauptstadt bleibt im Premium- und Luxussegment bei einheimischen und internationalen Käufern als Erst- wie auch als Zweitwohnsitz begehrt. Dem Marktbericht zufolge ist ein klarer Trend zu erstklassigen Mikrolagen zu beobachten. So suchen etwa Familien die Nähe zu renommierten Schulen. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach bezugsfertigen, hochwertig ausgestatteten Objekten ohne Renovierungsbedarf. Dabei nimmt auch das Thema Energieeffizienz als Wert- und Entscheidungskriterium stetig an Relevanz zu.
In der Spitze bis zu 30.000 Euro pro Quadratmeter
Das 5. Arrondissement gilt als erstklassiges Studentenviertel in direkter Nähe zu Universitäten wie der Sorbonne. Hier liegen die Quadratmeterpreise bei bis zu 15.000 Euro pro Quadratmeter. Das angrenzende 6. Arrondissement mit dem Jardin du Luxembourg gehört mit einem Preisniveau von bis zu 17.000 Euro pro Quadratmeter zu den traditionell exklusivsten Vierteln der Hauptstadt. Auch das 7. Arrondissement steht hoch im Kurs, liegt es doch in der Nähe des Eiffelturms. In der unmittelbaren Umgebung des Champ-de-Mars weist Paris momentan die höchsten Preise auf: Hier erreichen laut Engel & Völkers besonders exklusive Immobilien Spitzenpreise von bis zu 30.000 Euro pro Quadratmeter.
Über den Dächern von Nizza und Cannes
Die Côte d’Azur bleibt mit prestigeträchtigen Zielen wie Cannes, Nizza und Saint-Tropez einer der exklusivsten Zweitwohnsitzmärkte weltweit. Die Region steht sowohl bei der französischen als auch der internationalen Klientel hoch im Kurs, die in exklusive Immobilien nicht nur als Urlaubs- und Zweitwohnsitz, sondern auch als Teil einer langfristigen Vermögensstrategie investieren. Den Wert der Objekte bestimmen vor allem Lage, Aussicht und Ausstattung.
Bis zu 50.000 Euro pro Quadratmeter in Saint-Tropez
Saint-Tropez weist für besonders außergewöhnliche Immobilien Toppreise von bis zu 50.000 Euro pro Quadratmeter auf. Ähnlich hoch ist das Preisniveau für besonders exklusive Objekte in Cannes mit bis zu 30.000 Euro pro Quadratmeter. Auf der Halbinsel Saint-Jean-Cap-Ferrat liegen die Einstiegspreis für Apartments mit Meerblick bei 15.000 Euro. Nizza hat mit Durchschnittspreisen von 5.800 Euro pro Quadratmeter das im Vergleich moderateste Preisniveau.
Hohe lokale Nachfrage in Lyon
Lyon hat seit Kurzem eine eigene Engel & Völkers Repräsentanz. Laut Marktbericht weist die Metropole eine starke lokale Nachfrage nach Erstwohnsitzen auf. Die durchschnittlichen Preise stabilisierten sich zuletzt bei rund 5.000 Euro pro Quadratmeter für Häuser und rund 4.500 Euro für Wohnungen.
Besonders begehrt sind derzeit große Wohnungen für Familien in Premiumlagen wie Presqu’île und Tête d’Or sowie exklusive Townhäuser mit Außenbereich in Gegenden wie Sainte-Foy-lès-Lyon und Montchat.
Ausblick: Markt dürfte sich weiter erholen
Nach Einschätzung der Experten von Engel & Völkers dürfte sich die derzetige Markterholung 2026 weiter fortsetzen. Der Aufwärtstrend unterstreiche die hohe Attraktivität und das Potenzial des französischen Immobilienmarktes, insbesondere im Luxus- und Premiumsegment. „Wir gehen davon aus, dass sich die Marktstabilisierung in weiteren Regionen und Immobiliensegmenten festigen wird”, so das Fazit von Michel. (tik)
Fotos im Text: Belle-Époque-Villa an der Côte d’Azur: © Engel & Völkers Market Center Côte d’Azur; Apartment in Lyon: © Engel & Völkers Market Center Lyon
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