Mehr Regulierung und mehr Risiken für Vermittler
Des Weiteren kritisiert VOTUM die wachsende Belastungen für Vermittler. Zwar sei ein Provisionsverbot verhindert worden, doch neue Vorgaben wie Inducement-Test, erweiterte Transparenzpflichten, Value-for-Money-Prüfungen sowie zusätzliche Dokumentationsanforderungen führten zu erheblichem Mehraufwand. Hinzu kämen neue unbestimmte Rechtsbegriffe und potenzielle Haftungsrisiken, etwa bei der künftig geforderten Auswahl des „kosteneffizientesten“ Produkts.
Eine „Retail-ETF-Strategy“?
In der Folge drohe sich die Retail Investment Strategy aus Sicht des Verbands faktisch zu einer „Retail-ETF-Strategy“ zu entwickeln. Ein ETF könne zwar ein sinnvoller Baustein sein, so der Verband, ersetze jedoch weder Altersvorsorgeplanung noch Risikoabsicherung oder ganzheitliche Vermögensstrukturierung. Verbraucherschutz bedeute daher nicht nur Zugang zu Produkten, sondern vor allem qualifizierte Beratung.
Abschließend betont der VOTUM Verband, dass die konkreten Auswirkungen der RIS maßgeblich von den noch ausstehenden technischen Regulierungsstandards abhängen werden. Diese gelte es nun weiter eng aus Sicht der Finanz- und Versicherungsvermittlung zu begleiten. (bh)
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