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9. Dezember 2021
Ferienimmobilien: Wo Käufer steuerlich günstiger wegkommen
Summer beach with landscape and wooden huts

Ferienimmobilien: Wo Käufer steuerlich günstiger wegkommen

Bei einer Investition in Ferienimmobilien in Europa sind die steuerlichen Kosten je nach Land unterschiedlich. Eine Analyse vergleicht die Höhe der Abgaben in den beliebtesten Urlaubsregionen. Demnach ist Griechenland eine Steueroase in Sachen Ferienhaus & Co., während es in den Niederlanden teurer wird.

Ferienhäuser und -wohnungen als Geldanlagen sind beliebt. Nicht nur hierzulande, sondern auch in anderen europäischen Ländern investieren Deutsche in Ferienimmobilien. Doch es fallen steuerliche Abgaben an, die die Rendite schmälern. Je nach Staat ergeben sich bei den steuerlichen Kosten einer solchen Investition große Unterschiede, wie eine Analyse des Online-Marktplatzes „Traum-Ferienwohnungen“ zeigt. Hierzu wurden die Höhe der Grunderwerbsteuer, der Kommunal- bzw. Gemeindesteuer sowie der Einkommenssteuer in den 20 beliebtesten Feriendestinationen im europäischen Ausland beleuchtet.

Steuerparadies Griechenland

Griechenland zählt zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen. Eine Immobilie mit Meerblick in Griechenland punktet nicht nur mit ihrer Umgebung, sondern auch mit niedrigen steuerlichen Abgaben. So fallen laut Analyse beim Kauf eine Grunderwerbsteuer von lediglich 3% an. Eine Gemeindesteuer gibt es in Griechenland nicht, sodass durch die Einnahmen einer Ferienunterkunft nur eine Einkommensteuer fällig wird, die 11% der Einkünfte beträgt. Zum Vergleich: In Deutschland liegt der unterste Steuersatz für sämtliches Einkommen in Deutschland mit 14% deutlich höher.

Ähnlich günstig fährt man in Polen: Hier müssen 2% des Kaufpreises entrichtet werden, eine Abgabe in Form einer lokalen Gemeindesteuer wird aber auch in Polen nicht berechnet. Für das Einkommen sind 13,5% der Gesamtsumme zu berappen.

Geringe Steuersätze auch in Ungarn und Schweden

Steuerlich günstig kommt eine Ferienimmobilie als Kapitalanlage auch in Ungarn. Hier wird für ein Haus oder eine Wohnung eine Abgabe der Grunderwerbsteuer in Höhe von 4% fällig. Von Einkünften aus der Vermietung von Ferienhäusern sind 2% im Rahmen der Gemeindesteuer sowie 13,4% im Rahmen der Einkommensteuer zu entrichten.

Schweden wartet mit ähnlich günstigen Steuervorteilen auf: Während hier die Abgaben für den Erwerb einer Immobilie sowie die kommunale Steuer mit 1,5 bzw. 0,75% sehr gering ausfallen, schlägt die Einkommensteuer mit 20% zu Buche.

Teures Pflaster Niederlande

Kostspieliger wird es dagegen in den Niederlanden: Zwar ist die Grunderwerbsteuer sowie die kommunale Steuer sind mit 2 bzw. 3% vergleichsweise gering, doch mit 37,1% an Einkommensteuer belegen die Niederlande den Spitzenplatz im Ländervergleich. Der Satz ist dreimal so hoch wie in Griechenland.

Besonders teuer kommt eine Immobilie in beliebten Urlaubsregionen in Dänemark: So beträgt die Gemeindesteuer in Apenrade an der Ostsee 25,1%, die Einkommensteuer fällt hingegen mit 12,1% halb so hoch aus. Beim Kauf einer Immobilie fließen 3% des Wertes an den Fiskus.

Grunderwerbsteuer bei Immobilienkauf im Blick haben

Wer mit dem Gedanken spielt, ein Ferienhaus im Ausland zu erwerben, sollte die Höhe der fälligen Grunderwerbsteuer prüfen. Besonders happig sind die Abgaben im belgischen Den Haan: Hier wandern 10% des Kaufpreises in die Staatskasse. Auch in den südeuropäischen Ländern wie Italien, Portugal und Spanien kann die Abgabe mit 9%, 8% bzw. 7% kostspielig ausfallen.

Anders sieht es im Norden Europas aus, wo Käufer nur 1,5% des Immobilienwertes an Grunderwerbssteuer zusätzlich zahlen. Ähnlich niedrig liegen die Sätze in den Niederlanden und Polen mit jeweils 2%. Kroatien und Griechenland punkten mit einer steuerlichen Abgabe von je 3%, Österreich mit 3,5%. Zum Vergleich: In Deutschland müssen Käufer mit einer Grunderwerbsteuer in Höhe von bis zu 6,5% des Immobilienwertes rechnen.

Augen auf beim Immobilienkauf

Potenziellen Käufern rät Sören Gattung, Unternehmenssprecher von Traum-Ferienwohnungen, sich vorher ein genaues Bild davon zu machen, welche zusätzlichen Kosten beim Hauskauf im Ausland auf sie zukommen. „Unsere Analyse zeigt, dass die steuerlichen Abgaben je nach Land stark variieren. Dazu kommt meist noch die Kommunalsteuer, die besonders in den Urlaubsregionen hoch ist. Ein Vergleich der Steuern kann sich also lohnen, um seine perfekte Investition finden zu können“, so Gattung. (tk)

Bild: © Ivonne Wierink – stock.adobe.com