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Finanzbildung in Deutschland kommt über ein „Mangelhaft“ nicht hinaus
25. April 2019

Finanzbildung in Deutschland kommt über ein „Mangelhaft“ nicht hinaus

Die schulische Finanzbildung schneidet bei der Mehrheit der Deutschen alles andere als gut ab. Das Thema werde zu wenig und zu schlecht betrieben, zeigt eine Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA). Dabei betrachtet gut jeder Zweite die Schule eigentlich als geeigneten Ort für Finanzbildung.


Die schulische Finanzbildung schneidet bei der Mehrheit der Deutschen alles andere als gut ab. Das Thema werde zu wenig und zu schlecht betrieben, zeigt eine Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA). Dabei betrachtet gut jeder Zweite die Schule eigentlich als geeigneten Ort für Finanzbildung.


Finanzbildung in Deutschland kommt über ein „Mangelhaft“ nicht hinaus

Die Finanzbildung hierzulande erhält von der Mehrheit der Deutschen nur die Note „mangelhaft“. Dies geht aus einer Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) hervor, die gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut INSA durchgeführt wurde. Gerade einmal 13% der Befragten haben nach eigener Einschätzung eine gute Finanzbildung in der Schule erhalten. Rund drei Viertel sehen das anders.

Finanzbildung kommt nach wie vor zu kurz

Seit Jahren wird darüber diskutiert, dass Finanzbildung in den Schulen nicht ausreichend behandelt wird. Laut DIA hat sich daran offenbar über die Jahre nichts geändert, denn bei den unterschiedlichen Altersgruppen ergeben sich kaum Unterschiede im Urteil. Unter den 18- bis 24-Jährigen sind es lediglich 10% und damit der geringste Anteil der Befragten, die ihre Finanzbildung in der Schule als gut bewerten.

Insgesamt geben zwei Drittel (67%) in der Umfrage an, Finanzbildung werde in der Schule zu wenig und zu schlecht betrieben. Das sehen vor allem die Jüngeren (74%) so. Wie DIA unterstreicht, führt die noch relativ frische Erfahrung mit der Schule bei dieser Altersgruppe offenbar zu einem ungünstigeren Gesamturteil.

Gerade einkommensstarke Haushalte sehen Finanzbildung kritisch

Wie die Umfrage weiter zeigt, fällt das Qualitätsurteil in Sachen Finanzbildung auch bei einkommensstarken Haushalten schlecht aus. Je mehr die Befragten verdienen, desto häufiger stimmen sie der Aussage zu, dass die Finanzbildung im Schulunterricht zu wenig oder nur schlecht vermittelt wird.

Mehrheit sieht zu wenig Interesse bei Jugendlichen

Die Schuld am ungenügenden Bildungsstand geben die Befragten aber nicht allein der Schule. Die meisten sehen das Problem auch im zu geringen Interesse der Jugendlichen und jungen Erwachsenen am Thema Finanzbildung. Dieser Ansicht ist mehr als jeder Zweite (56%). Nur etwa jeder Fünfte (23%) ist anderer Meinung.

Schule als geeigneter Ort für Finanzbildung

Dabei betrachtet rund die Hälfte der Befragten (54%) die Schule als geeigneten Ort für die Finanzbildung von Jugendlichen. In der Umfrage zeigt sich dabei auch: Je höher der eigene Schulabschluss ist, desto häufiger wird die Schule als geeignet angesehen. Befinden sich die Befragten noch in der schulischen Ausbildung, teilen nur 42% diese Auffassung. Die geringste Zustimmung zur Aussage, die Schule ist der geeignete Ort für Finanzbildung, findet sich unter jenen, die keinen Schulabschluss haben. Hier sind es gerade einmal 13%.

Doppelstrategie fahren

Die Umfrage verdeutlicht einmal mehr den Handlungsbedarf. Das föderale Bildungssystem in Deutschland erschwere laut DIA schnelle Veränderungen in großer Breite. Trotz langjähriger Diskussion würden spürbare Verbesserungen nach wie vor ausbleiben. Am Ende werde es auf eine Doppelstrategie hinauslaufen müssen mit steten Appellen an die Bundesländer, Finanzbildung ausreichend im Lehrplan zu berücksichtigen, und Anstrengungen von Wirtschaft sowie Gesellschaft, auf eigene Verantwortung junge Menschen mit Finanzthemen vertraut zu machen. (tk)




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