Franke und Bornberg hat abermals die Tariflandschaft im Bereich der Risikolebensversicherung unter die die Lupe genommen. Für die aktuelle Ausgabe des Ratings haben die Analysten die Gewichtungen sowie die Bewertungssystematik einzelner Kriterien einem Marktcheck unterzogen. So wurde etwa das Kriterium zum Verzicht auf Leistungsausschlüsse bei Terrorakten sowie ABC-Waffen und ABC-Stoffen inhaltlich überarbeitet. Die bisherige Bewertungssystematik habe die veränderte Risikolage und aktuelle Marktentwicklungen nicht mehr angemessen widergespiegelt, wie Franke und Bornberg mitteilt. Zudem wurden die Gewichtungen verschiedener Kriterien neu kalibriert, um das Profil einzelner Kriterien zu schärfen.
„Kriterien, die heute bei nahezu allen Tarifen gut abschneiden, sagen wenig darüber aus, was einen Tarif wirklich besser macht. Indem wir solche Kriterien niedriger gewichten, rücken wir die Unterschiede in den Vordergrund, auf die es für Vermittler und Kunden tatsächlich ankommt“, erklärt Philipp Wedekind, Leiter Ratings Vorsorge und Nachhaltigkeit bei Franke und Bornberg.
Mehr als ein Drittel der Tarife sehr gut oder hervorragend
Insgesamt haben die Analysten 248 Tarifkombinationen von 55 Versicherern anhand von 36 Kriterien überprüft. Die Höchstnote FFF+ (hervorragend) können 46 Tarife von 15 Versicherern einheimsen, was einem Anteil von 18,5% der untersuchten Angebote entspricht. Für 48 Tarife (19,4%) gibt es die Bewertung FFF (sehr gut). Somit erhalten mehr als ein Drittel aller untersuchten Tarifkombinationen mindestens die Note sehr gut. Die Analysten sehen dies als Zeichen für das hohe Qualitätsniveau in der Breite des Marktes. Eine gute Note (FF+) bescheinigt Franke und Bornberg 95 Tarifkombinationen (38,3%). 32 Tarife (12,9%) schneiden mit der Bewertung FF ab (befriedigend), 24 Tarife (9,7%) mit F+ (ausreichend). 3 Tarife (1,2%) kommen über die Note F (mangelhaft) nicht hinaus.
Was trennt die Spreu vom Weizen?
Tarife, für die es nicht zu Höchstnoten reicht, mangelt es oft an denselben Punkten. Laut Franke und Bornberg sind fehlende Verlängerungsoptionen der häufigste Grund, aber auch Lücken bei Zusatzleistungen – etwa Kinder-Bonus, Sofortleistung sowie erhöhte Leistungen bei Unfalltod oder Tod im Ausland.
16 Versicherer mit Bestnote für mindestens einen Tarif
Die Höchstwertung FFF+ erreichen für einen oder mehrere Tarife die folgenden Unternehmen (in alphabetischer Reihenfolge):
- Allianz
- Baloise
- Bund der Versicherten Mitgliederservice
- Continentale
- Cosmos
- Delta Direkt
- Dialog
- ERGO Vorsorge
- EUROPA
- Hannoversche
- HUK24
- HUK-Coburg
- IDEAL
- LV 1871
- Versicherer im Raum der Kirchen
- VPV
Fazit: „Luft an der Spitze bleibt dünn“
Die Mehrheit der Anbieter würde „solide Arbeit“ leisten, die Luft an der Spitze bleibe dünn, so die Analysten in ihrem Fazit zum Rating. Für die Bestnote gilt es in allen relevanten Kriterien zu punkten, nicht nur bei Standardkriterien. „Das Qualitätsniveau in der Risikolebensversicherung ist insgesamt erfreulich. Aber gute Bedingungen sind kein Selbstläufer – sie entstehen dort, wo Versicherer den Hinterbliebenenschutz konsequent zu Ende denken und nicht bei der marktüblichen Mindestlösung stehenbleiben“, betont Michael Franke, Geschäftsführer der Franke und Bornberg GmbH.
Auf der Website von Franke und Bornberg gibt es das vollständige RLV-Rating sowie die Bewertungsrichtlinien. (tik)
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