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Generationswechsel bei der Altersvorsorge

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Generationswechsel bei der Altersvorsorge

Beim Aufbau der Altersvorsorge vollzieht sich ein Generationswechsel: Bei Berufstätigen unter 45 Jahren wächst das Vertrauen in Aktien und Fonds. Mit einer neuen Fondspolice trägt die HDI diesem Umstand und der allgemeinen Zinssituation Rechnung.

Interview mit Dr. Patrick Dahmen, Vorstandsvorsitzender der HDI Lebensversicherung AG, und Thomas Lüer, Vorstand Makler- und Kooperationsvertrieb der HDI Vertriebs AG
Die private Altersvorsorge lässt immer mehr Federn. Sinkende Überschussbeteiligungen, Reduzierung der Beitragsgarantien, die Diskussion um eine weitere Senkung des Garantiezinses. Lohnt sich die Alters­vorsorge noch?

Dr. Patrick Dahmen: Die Altersvorsorge lohnt sich – auch im aktuell herausfordernden Marktumfeld. In der Tat bringen Vorsorgeprodukte mit hohen Garantieverpflichtungen weniger Rendite. Renditenbetrachtungen der letzten zehn Jahre zeigen eindrücklich, dass nur Aktien in der Lage waren, interessante Renditen von durchschnittlich rund 8% zu realisieren. Im Vergleich dazu blieben Erträge von Festgeldern und Bundesanleihen unterhalb der Infla­tionsrate. Im Ergebnis hat das Vermögen der Bundesbürger deutlich an Kaufkraft verloren.

Überhaupt beobachten wir seit Jahren bei der Zinsentwicklung einen kontinuierlichen Abwärtstrend – inzwischen sind wir sogar auf einem negativen Niveau. In der Folge sind auch die laufenden Über­schussbeteiligungen der Lebensversicherung stetig gesunken. Dabei sind ultra-niedrige Renditen generell eine Hiobsbotschaft für Vorsorgesparer: Während sich bei einer Rendite von 5% das Kapital alle 15 Jahre verdoppelt, dauert es bei einer Rendite von 0,35% ganze 200 Jahre. An den Aufbau einer auskömmlichen Rente ist bei solchen Renditen nicht zu denken.

Ein unlösbares Dilemma für Kunden?

Thomas Lüer: Keineswegs. Entscheidend beim Vermögensaufbau ist der Faktor „Zeit“. Bei langen Laufzeiten soll verstärkt in renditeorientierte Werte, bei kurzen in eher sichere Anlagen investiert werden. Auf diese Weise nehmen bei einer Laufzeit von etwa 20 Jahren die Schwankungen einer Kapitalanlage in Aktien stark ab und machen über längere Zeiträume stabile Renditekalkulationen möglich. Somit bedarf es in der langfristigen Altersvorsorge grundsätzlich keiner harten Kapitalgarantien. Denn sie resultieren nahezu automatisch aus dem langfristigen Anlagehorizont.

Also der Verzicht auf Garantien zugunsten der Rendite?

PD: Exakt. Für viele ist diese Forderung ein absolutes „No-Go“. Dabei sind viele Kunden schon einen Schritt weiter. Der Abgesang auf die Lebensversicherung als Vorsorgeform ist unberechtigt, denn bei Kunden vollzieht sich ein nachhaltiges Umdenken. Die Mär von Börsenpapieren als Teufelswerk verfängt insbesondere bei jungen Berufstätigen nicht mehr länger. Gerade nach der Corona-­Erfahrung werden Anlagen am Kapitalmarkt besonders im Rahmen von Vorsorgeprodukten für sie interessanter. Das ist ein wesentliches Ergebnis unserer repräsentativen bundesweiten HDI Berufe-Studie unter insgesamt 3.633 Berufstätigen ab 15 Jahren.

 
Dr. Patrick Dahmen