Gesetz zur Arzneimittelversorgung: Verband befürchtet Benachteiligung für PKV-Versicherte | AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft
AssCompact - Facebook AssCompact - LinkedIN AssCompact - Twitter AssCompact - Xing AssCompact - Youtube

Gesetz zur Arzneimittelversorgung: Verband befürchtet Benachteiligung für PKV-Versicherte
13. Oktober 2016

Gesetz zur Arzneimittelversorgung: Verband befürchtet Benachteiligung für PKV-Versicherte

Ein neues Arzneimittelversorgungsgesetz soll die Kostensteigerungen im Gesundheitswesen in Sachen Arzneimittel eindämmen. Der Gesetzentwurf sieht unter anderem vor, dass der gesetzliche Herstellerrabatt bis zum Jahr 2022 fortgeführt wird. Der PKV-Verband fordert Ergänzungen des Entwurfs damit es nicht zu Benachteiligung für Beihilfeberechtigte und Privatversicherte kommt.


Ein neues Arzneimittelversorgungsgesetz soll die Kostensteigerungen im Gesundheitswesen in Sachen Arzneimittel eindämmen. Der Gesetzentwurf sieht unter anderem vor, dass der gesetzliche Herstellerrabatt bis zum Jahr 2022 fortgeführt wird. Der PKV-Verband fordert Ergänzungen des Entwurfs damit es nicht zu Benachteiligung für Beihilfeberechtigte und Privatversicherte kommt.

Gesetz zur Arzneimittelversorgung: Verband befürchtet Benachteiligung für PKV-Versicherte

Der vom Bundeskabinett vorgelegte Entwurf eines „Gesetzes zur Stärkung der Arzneimittelversorgung in der GKV“ (GKV-Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz – AMVSG) soll die langfristige Finanzierbarkeit des Gesundheitswesens sowie die Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln sicherstellen. In der derzeitigen Ausgestaltung besteht jedoch aus Sicht der PKV die Gefahr einer Benachteiligung der Privatversicherten. Ein Sprecher des Verband der Privaten Krankenversicherung e.V.: „Der PKV-Verband begrüßt das Ziel des Gesetzentwurfes, auch zukünftig für alle Patientinnen und Patienten den Zugang zu hochwertigen und innovativen Arzneimitteln sicherzustellen. Insbesondere der Verzicht auf die öffentliche Listung der vereinbarten Erstattungsbeträge konterkariert allerdings dieses Ziel. Die Neuregelung führt zu Mehrausgaben, hat administrativen Aufwand zur Folge und benachteiligt Selbstzahler. Sollte der Gesetzgeber weiter an diesem Vorhaben festhalten, wären flankierende gesetzliche Regelungen erforderlich, um eine Benachteiligung Privatversicherter zu vermeiden.“

Die neuen Regelungen sollen 2017 in Kraft treten. Das Gesetz bedarf nicht der Zustimmung des Bundesrates. (kb)




Ähnliche News

Auch ein achtjähriges Kind kann für eine schädigende Handlung verantwortlich gemacht werden. Zumindest dann, wenn es die erforderliche Einsicht für sein Handeln besitzt. Das geht aus einem aktuellen Urteil des OLG Celle hervor. weiterlesen
Eine Tierpflegerin, die sich bei einem Fußballturnier eines Zooverbandes eine Verletzung zugezogen hat, ist nicht im Rahmen ihrer gesetzlichen Unfallversicherung abgesichert. Das gilt laut einem Urteil des SG Dortmund auch dann, wenn ihr Arbeitgeber das von ihr erwartet hat. weiterlesen
Ein Arbeitgeber, der eine freiwillige Informationsveranstaltung abhält, um über eine bAV aufzuklären, muss dafür sorgen, dass die Informationen vollständig und korrekt sind. Andernfalls muss er laut einem aktuellen Urteil des BAG Schadensersatz leisten. weiterlesen


AssCompact Abonnement

Sie wollen das AssComapct Magazin und/oder den AssCompact Newsletter abonnieren? Klicken Sie hier

Sie sind bereits Leser des AssCompact Magazins und möchten Ihre Daten ändern? Klicken Sie hier

Empfohlener Artikel

Die Finanz- und Versicherungsbranche ist bei Nachwuchskräften alles andere als beliebt. Von 14 Branchen landet sie im aktuellen „Young Professionals Barometer“ von Trendence auf dem vorletzten Platz. Welche Versicherer in der Liste der Wunscharbeitgeber ganz vorne liegen, zeigt AssCompact in einer Bildergalerie.