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Gold-ETFs verbuchen Rekordzuflüsse
31. Juli 2020

Gold-ETFs verbuchen Rekordzuflüsse

Der Goldpreis hat im ersten Halbjahr 2020 stark zugelegt. Dabei ist die globale Nachfrage nach physischem Gold im Zuge der Corona-Pandemie sogar gesunken. Dafür war aber die Nachfrage nach Gold-ETFs rekordverdächtig hoch. Das zeigen aktuelle Zahlen des World Gold Council.


Der Goldpreis hat im ersten Halbjahr 2020 stark zugelegt. Dabei ist die globale Nachfrage nach physischem Gold im Zuge der Corona-Pandemie sogar gesunken. Dafür war aber die Nachfrage nach Gold-ETFs rekordverdächtig hoch. Das zeigen aktuelle Zahlen des World Gold Council.

Gold-ETFs verbuchen Rekordzuflüsse

Die Corona-Pandemie wirkte sich in der ersten Jahreshälfte 2020 deutlich auf den Verbrauchermarkt für Gold aus. Die Gesamtnachfrage nach dem Edelmetall ist im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 6% auf 2.076 Tonnen zurückging. Dies zeigt der aktuelle Bericht des World Gold Councils zur Entwicklung der weltweiten Goldnachfrage.

Run auf Gold-ETFs

Während die allgemeine Nachfrage nach Gold abnahm, verzeichneten goldgestützte ETFs in der ersten Jahreshälfte rekordartige Zuflüsse in Höhe von 734 Tonnen. Die Zuflüsse übertrafen damit den früheren Jahresrekord aus dem Jahr 2009 von 646 Tonnen und erhöhten die weltweiten Bestände auf 3.621 Tonnen. Diese Rekordzuflüsse wurden laut dem World Gold Council durch die globale Reaktion der Zentralbanken und Regierungen auf die Pandemie, die sich in Form von Zinssenkungen und massiven Liquiditätsspritzen äußerte, weiter angeheizt. Die ETF-Nachfrage trieb den Goldpreis in der ersten Jahreshälfte um 17% nach oben. Allein im zweiten Quartal 2020 lag das Plus bei 10%.

Einbruch der Schmucknachfrage

Die Zentralbanken erwarben in der ersten Jahreshälfte 233 Tonnen Gold, was 39% unter dem Rekordniveau von 2019 liegt. Die Investitionen in Goldbarren und Münzen gingen hingegen in der ersten Jahreshälfte um 17% auf 397 Tonnen zurück. Vor allem in Asien ist die Nachfrage nach physischem Gold laut dem World Gold Council stark zurückgegangen. Die Schmucknachfrage brach aufgrund des Lockdowns der globalen Märkte und der Abschreckung der Verbraucher durch hohe Goldpreise in der ersten Jahreshälfte gar um 46% auf 572 Tonnen ein. Die Menge des in der Technologie verwendeten Goldes sank derweil um 13% auf 140 Tonnen. (mh)

Bild: © Petrovic12 – stock.adobe.com




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