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4. Januar 2026
Höhere Kosten: Rechtsschutz für Firmen unverzichtbar
Höhere Kosten: Rechtsschutz für Firmen unverzichtbar

Höhere Kosten: Rechtsschutz für Firmen unverzichtbar

Unternehmen und Selbstständige stehen vor zunehmenden rechtlichen Herausforderungen, zugleich steigen Kosten für juristische Auseinandersetzungen. Mit einer Rechtsschutzversicherung sind Firmen auf der sicheren Seite. AUXILIA hat ihren Firmenrechtsschutz mit Fokus auf das betriebliche Risiko erweitert.

Ein Artikel von Dirk Schawjinski, Vorstand Vertrieb und Marketing der KS/AUXILIA Rechtsschutz

Immer mehr Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler stehen unter wachsendem juristischen Druck. Strengere Vorschriften, neue Jobmodelle oder befristete Arbeitsverträge sowie unvollständig erfüllte Verpflichtungen führen zu einer Zunahme von Streitfällen, Abmahnungen und Gerichtsverfahren. Zudem treiben steigende Streitwerte und eine erhöhte Gebührenordnung die Aufwendungen für Gerichtsprozesse weiter nach oben. Für Betriebe ohne ausreichende Liquidität kann so selbst ein einzelnes Verfahren schnell zu einem ernsthaften finanziellen Risiko werden, was ohne eine umfassende Rechtsschutzversicherung kaum abzufedern ist.

Rechtliche Problemfelder in Unternehmen

Die konjunkturelle Abkühlung schlägt sich zunehmend auf die Arbeitsgerichte durch. Angesichts sinkender Umsätze, rückläufiger Aufträge und steigender Kosten reagieren viele Unternehmen mit einschneidenden Personalmaßnahmen – mit spürbaren juristischen Folgen. Kündigungen, Abmahnungen und Konflikte im Rahmen von befristeten Arbeitsverträgen landen deutlich häufiger vor Gericht. Für viele Betriebe ist eine arbeitsrechtliche Unterstützung deshalb unverzichtbar geworden.

Aktuelle Zahlen bestätigen diese Entwicklung: In Bayern stiegen die Klageeingänge an den Arbeitsgerichten 2023 um 7,2%, 2024 nochmals um 13,1%. Baden-Württemberg meldete 2024 ein Plus von fast 12%, vor allem verursacht durch mehr Kündigungsklagen.

Auch die Rechtsschutzversicherer registrierten 2024 höhere Fallzahlen: Bei der AUXILIA stiegen die Schadenmeldungen im gewerblichen Arbeitsrechtsschutz um 16%, die Auszahlungen um 17%. Für 2025 rechnen Branchenkenner mit einem weiteren Anstieg.

Ein hohes Kostenrisiko für Unternehmen sind arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen, insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, zumal im Arbeitsrecht gilt, dass in der ersten Instanz der Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils ihre Kosten selbst tragen müssen – unabhängig vom Prozessausgang.

Breitere Konfliktlage

Auch der juristische Druck jenseits des Arbeitsrechts nimmt zu: Unternehmen sehen sich häufiger mit verspäteten Zahlungen, offenen Forderungen und Insolvenzen auf Kundenseite konfrontiert. Der BDIU registrierte 2024 rund 33 Millionen neue Inkassoverfahren – ein Plus von 20%. Hinzu kommen vermehrte Auseinandersetzungen mit Vermietern, Dienstleistern oder Versicherern, etwa bei Betriebsunterbrechungen oder Elementarschäden. Auch Routinevorgänge wie Dienstreisen können nach Unfällen mit Firmenfahrzeugen zu kostenintensiven Streitfällen führen.

Die Digitalisierung sorgt zusätzlich für rechtliche Komplexität. Konflikte um Datenschutz, Urheberrecht oder digitale Vertragsbeziehungen zählen inzwischen zu den häufigsten juristischen Problemfeldern – eine besondere Belastung für kleine und mittlere Unternehmen, die meist ohne eigene Rechtsabteilung agieren.

Besondere Risiken erfordern eine besondere Absicherung

Ein besonderes Risiko ist die häufig unterschätzte Tragweite möglicher strafrechtlicher Verfahren. Viele verlassen sich auf den allgemeinen Strafrechtsschutz, der als Minimalabsicherung jedoch nur fahrlässige Vergehen abdeckt. Wenige wissen, dass ein Spezial-Strafrechtsschutz beim Vorwurf eines vorsätzlichen Vergehens erforderlich ist. Der Strafbereich stellt z. B. bei Arzt- und Heilwesen, Pflege, Lebensmittelverarbeitung und Hotellerie ein besonders hohes Risiko dar. Unternehmer können im Ernstfall auf hohen Kosten sitzen bleiben.

Der Spezial-Strafrechtsschutz bietet gezielte Absicherung, die über den allgemeinen Strafrechtsschutz hinausgeht, und übernimmt deutlich höhere Anwalts- und Gerichtskosten. Das ermöglicht Unternehmern, ihre Rechte bei strafrechtlichen Vorwürfen ohne größere finanzielle Einbußen zu vertreten. Honorarvereinbarungen anstelle pauschaler Vergütung nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) ermöglichen die Vertretung durch einen Fachanwalt für Strafrecht. Einige Anbieter versichern darüber hinaus auch einen Verbrechensvorwurf.

Rechtsschutz schafft Sicherheit

Für Gewerbetreibende und Selbstständige sind rechtliche Herausforderungen an der Tagesordnung. Sie erfordern häufig juristischen Beistand und binden dadurch erhebliche Ressourcen. Mit passgenauen Rechtsschutzlösungen können Unternehmen unvorhergesehene Kosten mindern und handlungsfähig bleiben.

Rechtsschutz mit Fokussierung auf das betriebliche Risiko

Die AUXILIA bietet daher mit dem neuen Tarif JURBUSINESS einen Rechtsschutz speziell für Gewerbekunden. Der neue Gewerbetarif ersetzt JURAFIRM und gewährleistet eine umfassende Absicherung:

  • Rechtsschutz für Firmen, Selbstständige und freiberuflich Tätige
  • Verkehrsrechtsschutz
  • Rechtsschutz für selbst genutzte Gewerbeobjekte
  • Spezial-Strafrechtsschutz
  • Versicherungsvertrags­rechtsschutz
  • Vertragsrechtsschutz für Hilfs­geschäfte und eingekaufte Dienstleistungen
  • Dienstreiserechtsschutz
  • Vorsorge-Rechtsschutz

Für Berufe im Heilwesen steht mit JURMEDICAL ein kompaktes Nachfolgeprodukt für JURAMED zur Verfügung.

Schutz für Gewerbekunden und Heilwesenberufe

Die AUXILIA hat ihr Angebot für Gewerbekunden überarbeitet und verbessert. Der Spezial-Strafrechtsschutz wurde deutlich erweitert: Sublimits entfallen, höhere Kosten sind nun abgedeckt. Zudem umfasst der Schutz nun die aktive Strafverfolgung und die Beratung bereits vor Einleitung eines Ermittlungsverfahrens.

Im Firmenrechtsschutz sind nun auch Ein- und Widerspruchsverfahren im Steuer- und Sozialrecht abgedeckt. Der Internet-Rechtsschutz umfasst unter anderem Schadensersatzansprüche, Beratungsleistungen bei Urheberrechts- und Wettbewerbsverstößen, Datenschutzfragen sowie Online-Reputationsschutz.

Für Gewerbekunden steht darüber hinaus mit dem kostenlosen „PremiumService“ der AUXILIA ein präventiver Service zur Verfügung, der auch ohne konkreten Rechtsfall Unterstützung bietet. Dazu gehören unter anderem ein Web-Check zur Prüfung der betrieblichen Website auf Datenschutzhinweise und Impressum, Schutz vor unberechtigten Urheberrechtsabmahnungen, Wirtschaftsmediation für die außergerichtliche Einigung, Betriebskosten- und Bußgeld-Checks sowie ein Online-Reputationsschutz. Ein professionelles Forderungsmanagement zur Liquiditätssicherung ergänzt das Angebot.

Für die Übersichtlichkeit des Tarifs sowie zur besseren Vergleichbarkeit ist der Privatbereich optional über den Rechtsschutz für Inhaber oder Geschäftsführer versicherbar. Den Gewerbekunden erleichtert das die steuerliche Einordnung.

Ergänzend zum Firmen-Rechtsschutz bietet der neue Tarif einen Firmenvertragsrechtsschutz für über 200 Branchen und Berufe. Besonders praktisch für Vermittler: Die Preise sind fest kalkuliert und eine Direktbeantragung ist möglich.

Fazit

Auch in Zukunft wird der Bedarf an rechtlicher Absicherung im Gewerbebereich durch neue Gesetzgebungen, wirtschaftliche Veränderungen und den digitalen Wandel wachsen. Ein umfassender Rechtsschutz bleibt ein unverzichtbarer Begleiter.

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Ein Artikel von
Dirk Schawjinski