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Immobilien, Gold & Co.: Regierung verschärft Kampf gegen Geldwäsche
02. August 2019

Immobilien, Gold & Co.: Regierung verschärft Kampf gegen Geldwäsche

Bundesfinanzminister Olaf Scholz sieht in Geldwäsche ein ernstes Problem in Deutschland – und will stärker dagegen vorgehen. Die Bundesregierung hat sich daher auf einen neuen Gesetzentwurf geeinigt, der insbesondere Immobilienmakler, Notare und Edelmetallhändler stärker in die Pflicht nimmt.


Bundesfinanzminister Olaf Scholz sieht in Geldwäsche ein ernstes Problem in Deutschland – und will stärker dagegen vorgehen. Die Bundesregierung hat sich daher auf einen neuen Gesetzentwurf geeinigt, der insbesondere Immobilienmakler, Notare und Edelmetallhändler stärker in die Pflicht nimmt.


Immobilien, Gold & Co.: Regierung verschärft Kampf gegen Geldwäsche

Die Bundesregierung will stärker gegen Geldwäsche vorgehen und hat sich hierzu auf einen Gesetzentwurf geeinigt. Die Regierungsparteien wollen bestimmte Berufsgruppen zu einer größeren Vorsorge verpflichten. Darüber hinaus soll die beim Zoll angesiedelte Financial Intelligence Unit (FIU) besseren Zugriff auf die Daten anderer Ermittlungsbehörden bekommen.

Schärfere Auflagen für Immobiliengeschäfte

Bundesfinanzminister Olaf Scholz sieht in Geldwäsche ein ernstes Problem. Gerade auf dem Immobilienmarkt müsse diesbezüglich genauer hingeschaut werden, so Scholz gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Für Immobilienmakler und Notare sollen die Meldepflichten daher verschärft werden. Die Pflichten zum Melden von Verdachtsfällen gelten künftig zum Beispiel auch bei der Vermittlung von Mietverträgen, wenn die monatliche Miete mindestens 10.000 Euro beträgt.

Goldkauf nur noch bis 2.000 Euro anonym möglich

Nicht nur die Immobilienbranche, sondern auch Edelmetallhändler und Auktionshäuser sollen zu neuen Geldwäschepräventionen verpflichtet werden. Die Bundesregierung plant unter anderem, die Obergrenze herabzusetzen, bis zu der Anleger in Deutschland anonym Gold kaufen können. Demnach sollen nur noch Käufe bis zu einem Wert von 2.000 Euro ohne Vorlage des Personalausweises möglich sein. Zu guter Letzt sollten auch Anbieter von Kryptowährungen wie Bitcoin sowie der Kunstsektor dazu verpflichtet werden, Verdachtsfälle zu melden. (mh)

Bild: © zeralein – stock.adobe.com




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