Stabile Preisentwicklung bei Neubauwohnungen
Die Angebotspreise für Neubauwohnungen in Deutschland haben im zweiten Quartal 2026 wieder das Preisniveau vor der Zinswende erreicht. Mit 4.168 Euro pro Quadratmeter liegen sie nahezu auf dem Niveau des dritten Quartals 2022. Die Preisentwicklung ist weniger dynamisch als bei den Bestandswohnungen: Gegenüber dem Vorquartal steigen die Preise um 0,7%, im Jahresvergleich um 2,3%.
Die günstigste Metropole Leipzig (5.417 Euro pro Quadratmeter) verzeichnet die stärkste Preisentwicklung innerhalb eines Quartals (+1,2%). Es folgen Frankfurt am Main (+0,9%) und Hamburg (+0,8%). Hier kosten Neubauwohnungen nun über 7.000 Euro pro Quadratmeter. In München fällt der Anstieg mit 0,3% am geringsten aus. Leipzig führt auch im Jahresvergleich die Preisentwicklung mit einem Wachstum von 5,0% an. Hinter der sächsischen Metropole rangieren Hamburg (+4,0%) und Köln (+3,4%) auf den Rängen 2 und 3. Wie auch im Bestand lässt sich in Stuttgart im Jahresvergleich eine verhaltene Preisentwicklung bei Neubauwohnungen feststellen (+1,8%).
Einfamilienhäuser: Bestand entwickelt sich robuster als Neubau
Die Angebotspreise für Einfamilienhäuser im Bestand haben im zweiten Quartal 2026 um 0,3% auf 2.939 Euro pro Quadratmeter zugelegt. Im Jahresvergleich liegt das Plus bei 3,3%. Die Preise für Neubauhäuser haben im Quartalsvergleich mit 0,9% zwar etwas stärker zugelegt und landen bei 3.957 Euro pro Quadratmeter. Im Jahresvergleich fällt die Preisentwicklung laut ImmoScout24 WohnBarometer mit +1,9% jedoch moderater aus als bei Einfamilienhäusern im Bestand.
Unter den Metropolen ergibt sich ein gemischtes Bild: Bei Bestandshäusern beträgt der Anstieg in Hamburg 2,4%, in Leipzig 1,9% und in München 1,7% die stärkste Jahrespreisdynamik auf. Bei Neubauhäusern verzeichnet Berlin mit einem Plus von 4,4% den höchsten Anstieg innerhalb eines Jahres, gefolgt von Hamburg mit einem Plus von 2,7%.
Mehr energetisch schwache Einfamilienhäuser auf dem Markt
Wie aus einer Langzeitauswertung von ImmoScout24 hervorgeht, hat der Anteil von Einfamilienhäusern mit den Energieeffizienzklassen G und H am Angebot deutlich zugenommen. In Regionen mit starker Nachfrage hat mittlerweile fast jedes dritte angebotene Einfamilienhaus die beiden niedrigsten Energieeffizienzklassen (32%). Vor zehn Jahren war es noch jedes vierte Einfamilienhaus (25%). In Gegenden mit geringer Nachfrage hat sich der Angebotsanteil energetisch schwacher Häuser im selben Zeitraum von 32 auf 37% erhöht.
Informationen zur Auswertung gibt es im Medienbereich von ImmoScout24. (tik)
Weitere News rund um die Themen Immobilien und Baufinanzierung finden Sie in der Rubrik „Immobilien“.
Seite 1 Immobilien: Kaufmarkt befindet sich auf Erholungskurs
Seite 2 Stabile Preisentwicklung bei Neubauwohnungen
- Anmelden, um Kommentare verfassen zu können
