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Immobilieninvestoren ändern ihre Präferenzen teils drastisch
15. Oktober 2020

Immobilieninvestoren ändern ihre Präferenzen teils drastisch

Immobilien stehen bei Investoren weiter hoch im Kurs. Vor allem Wohn- und Logistikimmobilien bleiben gefragt. Gesundheitsimmobilien gewinnen sogar an Beliebtheit. Büros und Hotels verlieren hingegen stark in der Gunst. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Universal-Investment unter professionellen Anlegern.


Immobilien stehen bei Investoren weiter hoch im Kurs. Vor allem Wohn- und Logistikimmobilien bleiben gefragt. Gesundheitsimmobilien gewinnen sogar an Beliebtheit. Büros und Hotels verlieren hingegen stark in der Gunst. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Universal-Investment unter professionellen Anlegern.


Immobilieninvestoren ändern ihre Präferenzen teils drastisch

Laut einer von Universal-Investment durchgeführten Umfrage investieren institutionelle Anleger mit gleicher Intensität in Immobilien. Gesunken ist allerdings das Interesse an Büros. Bei Hotels kam es sogar vollständig zum Erliegen. Gewinner sind hingegen Wohn-, Logistik- und Gesundheitsimmobilien. An der mittlerweile achten Umfrage beteiligten sich institutionelle Investoren mit einem Gesamtvermögen von 225,7 Mrd. Euro und einem Immobilienportfolio von rund 40,6 Mrd. Euro.

Wachsendes Interesse an Asien und Nordamerika

Der regionale Fokus liegt bei 51,4% der Befragten auf Deutschland. Das ist nur knapp weniger als im Vorjahr, als der Wert bei 54,0% lag. Andere europäische Länder bleiben ebenfalls interessante Investitionsstandorte. Ihr Anteil ist ebenfalls nur leicht von 31,0 auf 28,8% gesunken. Hinzugewonnen haben die Regionen um Asien und den Pazifikraum mit einem Plus von 9,0 auf 10,9% und Nordamerika von 4,0 auf 8,8%.

Investoren arrangieren sich mit hohem Preisniveau

Die Mehrheit der Befragten hat sich mit dem Preisniveau auf dem deutschen und dem europäischen Immobilienmarkt arrangiert. 85,7% schätzen die Preise zwar als hoch aber noch akzeptabel ein. Ähnlich fällt die Einschätzung der Preise an den außereuropäischen Immobilienmärkten aus. Hier kommen sogar 92,9% zu dem Urteil, dass das erreichte Niveau zwar hoch aber ebenfalls noch akzeptabel sei. Der Anteil jener, die die Preisentwicklung als nicht mehr akzeptabel beurteilen, ist im Vergleich zum Vorjahr sogar zurückgegangen. Für Deutschlands Immobilienpreise stimmen nur noch 7,2% dieser Aussage zu, im Vorjahr waren es noch 29,4%.

Sprunghafter Nachfrageanstieg bei Logistik und Wohnimmobilien

Bei den Sektoren stehen Wohnimmobilien erstmals seit Beginn der Umfragereihe im Jahr 2013 mit knappem Vorsprung an der Spitze. Rund jeder dritte Befragte (34,1%) will hier investieren. Im Vorjahr war es weniger als jeder vierte. Dagegen ist die Zahl der Anleger, die in Büroimmobilien investieren wollen, von 53,0 auf 31,6% abgerutscht. Auf Platz 3 folgen Logistikimmobilien, deren Wert von 8,0 auf 17,4% gestiegen ist. Das Anlageinteresse an Hotels ist erwartungsgemäß um knapp die Hälfte auf nur noch gut 4% gesunken.

Gesundheitsimmobilien gefragter denn je

Neben den allgemeinen Sektoren Wohnen, Büro und Einzelhandel sind bei den Investitionen in neuere Nutzungsarten Gesundheitsimmobilien für rund 50% interessant, dicht gefolgt von Seniorenresidenzen mit 43% (Vorjahr: 18%). Den diesjährigen Spitzenwert erreichen Gebäude der öffentlichen Hand mit 57%. Unternehmensimmobilien spielen ähnlich wie im Vorjahr nur eine untergeordnete Rolle (36%).

Allgemeine Renditeerwartungen bleiben stabil

Mit Blick auf die weitere Pandemieentwicklung zeigt sich die Mehrheit der Befragten im Allgemeinen zuversichtlich. 71% der Befragten erwarten bei Neuinvestitionen in Immobilien mit erstklassiger Lage der deutschen Top-7-Städte eine Nettoanfangsrendite zwischen 3 und 3,5%, der Rest von unter 3%. Die Renditeerwartung an den laufenden Cashflow ist sogar leicht von 3,41 auf 3,58% gestiegen. Zudem wollen die Investoren die Immobilienquoten leicht von 15,1 auf 15,3% erhöhen. (mh)

Bild: © nespix – stock.adobe.com




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