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23. Februar 2026
Immobilienkauf am Zürichsee: Wohnen an der „Platinküste“

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Immobilienkauf am Zürichsee: Wohnen an der „Platinküste“

Immobilienkauf am Zürichsee: Wohnen an der „Platinküste“

Die Platinküste am linken Ufer des Zürichsees zählt zu den begehrtesten Wohnlagen der Schweiz. Wie entwickelt sich der dortige Immobilienmarkt und worauf sollten internationale Käufer achten? Einblicke gibt Dr. Steffi Buzziol-Labas, Lizenzpartnerin bei VON POLL REAL ESTATE Zürichsee Platinküste, im Interview.

Frau Dr. Buzziol-Labas, Sie vermitteln seit vielen Jahren Immobilien am linken Zürichseeufer. Wie präsentiert sich der Markt aktuell?

Der Wohnimmobilienmarkt in der Region Zimmerberg am linken Zürichseeufer zeigte sich auch 2025 robust. Während Premiumlagen am Zürichsee weiter zulegen, ist in klassischen Wohnlagen erstmals eine leichte Seitwärtsbewegung erkennbar – allerdings auf hohem Niveau. Kilchberg bleibt der teuerste Standort der Region. In Rüschlikon sind im Premiumsegment punktuell Konsolidierungen zu beobachten, was nach Jahren starken Wachstums nicht überrascht. Gleichzeitig holt Horgen spürbar auf. Insgesamt bleibt der Markt stabil, mit klarer Dynamik im oberen Segment und anhaltendem Nachfrageüberhang im Raum Zürich.

Welche Faktoren beeinflussen die Preisentwicklung in Ihrer Region am stärksten?

Ein wichtiger Aspekt ist die Zinsentwicklung. Die Schweizerische Nationalbank hat seit 2024 die Leitzinsen mehrfach gesenkt, was die Finanzierung deutlich günstiger machte. Gleichzeitig hat die Basel-III-Regulierung den Druck auf die Banken verschärft – dadurch bleiben die Anforderungen an Tragbarkeit und Eigenkapital für Käufer hoch und stellen für viele weiterhin eine Hürde dar. Ein weiterer, sehr wesentlicher Punkt ist das knappe Angebot. In unserer Region rund um das linke Zürichseeufer übersteigt die Nachfrage das verfügbare Angebot deutlich. Das begrenzte Bauland in Kombination mit restriktiven Bauvorschriften verstärkt dieses Ungleichgewicht.

Darüber hinaus ist natürlich die Lagequalität essenziell: Die Sicherheit, die Nähe zum See, eine gute Erreichbarkeit sowie Infrastruktur und Aussicht wirken stark preisbildend. Ein wichtiger Faktor sind zudem Gemeinden mit niedrigen Steuersätzen – sie ziehen überdurchschnittlich viele vermögende Käufer an, was die Nachfrage und damit die Preise zusätzlich beeinflusst. Ebenso hat der Zuzug internationaler Käufer mit hoher Kaufkraft Einfluss auf die Preisentwicklung im Premiumsegment.

Welchen Anteil machen internationale Käufer denn aus?

Immobilienkäufer mit internationalem Hintergrund machen circa 80% der Käuferschaft aus, da die Immobilienpreise für viele einheimische Haushalte kaum noch tragbar sind. Oftmals weichen Schweizer Familien auf das Umland aus, wo das Preis-Leistungs-Verhältnis interessanter ist. Im Raum Zürich stammen die meisten internationalen Käufer aus Deutschland, gefolgt von Italien, Frankreich, England und den USA. Tatsächlich sind die meisten dieser internationalen Käufer in der Schweiz wohnhaft. Grund dafür ist die starke Limitierung von Nicht-Residenten beim Immobilienkauf in der Schweiz durch das Lex-Koller-Gesetz. Hinzukommt, dass der Zürichsee nicht als Region für Ferienunterkünfte ausgewiesen ist. Der Anteil an internationalen Kaufinteressenten, bei denen es sich um den Erwerb einer Ferienimmobilie oder eines Zweitwohnsitzes handelt, ist daher eher gering und macht auf lokaler Ebene lediglich 1 bis 2% des Gesamtmarktes aus. Interessant ist, dass wir seit circa einem Jahr vermehrt Anfragen von deutschen Käufern verzeichnen, die einen festen Umzug in die Schweiz in Erwägung ziehen. Hier konnten wir schon viele Kunden erfolgreich unterstützen.