AssCompact suche
Home
Immobilien
23. Juni 2026
Immobilienmarkt Italien: Nachfrage treibt Preise in Toplagen
Immobilienmarkt Italien: Nachfrage treibt Preise in Toplagen

Immobilienmarkt Italien: Nachfrage treibt Preise in Toplagen

Der Premiumimmobilienmarkt in Italien entwickelt sich zunehmend zweigeteilt: So geraten sanierungsbedürftige Objekte in einfachen Lagen unter Druck, wohingegen energieeffiziente Top-Immobilien an Wert zulegen. Welche Regionen besonders gefragt sind, zeigt ein neuer Marktbericht von Engel & Völkers.

Engel & Völkers hat den aktuellen Marktbericht für den italienischen Luxusimmobilienmarkt vorgestellt. Demnach zeigt sich der Markt für Objekte in einfachen Lagen mit Modernisierungsbedarf zunehmend schwierig, während hochwertige und energieeffiziente Immobilien nach wie vor deutliche Wertzuwächse verbuchen. Besonders hoch im Kurs stehen exklusive Immobilien in den italienischen Seen- und Küstenregionen, den Alpen sowie den Metropolen wie Mailand. Auf internationale Käufer entfallen im Schnitt rund 35% aller Transaktionen im Premiumsegment. Dies unterstreicht den Experten zufolge die Relevanz hochwertiger Immobilien als strategische und wertstabile Anlageklasse. „Der italienische Premiumimmobilienmarkt befindet sich in einer Phase signifikanten Wachstums. Käufer legen heute verstärkt Wert auf Energieeffizienz, eine erstklassige Ausstattung sowie Privatsphäre“, erläutert Muhannad Al Salhi, CEO von Engel & Völkers Italien.

Mailand bleibt Hot Spot für exklusive Erstwohnsitze

Mailand führt die Rangliste im urbanen Luxussegment an. In der italienischen Metropole werden für Villen in den exklusivsten Innenstadtlagen Spitzenpreise von bis zu 27.000 Euro pro Quadratmeter für Apartments erzielt. Vor allem internationale Käufer treiben hier die Preise im Premiumsegment. Zugleich dehnt sich die Nachfrage zunehmend auch auf Vororte und kleinere Städte im Umland wie Monza, Legnano oder Saronno aus, wo die Einstiegspreise vergleichsweise moderat sind.

In Rom haben die Preise für erstklassige Immobilien zuletzt leicht zugelegt und liegen derzeit bei bis zu 5 Mio. Euro für Stadtvillen sowie bis zu 12.000 Euro pro Quadratmeter für luxuriöse Apartments. Besonders hoch im Kurs stehen modernisierte und hochwertig ausgestattete Immobilien in zentralen und innenstadtnahen Stadtteilen wie Prati, Trieste-Salario und Ostiense.

See- und Küstenregionen bei Zweitwohnsitzen sehr gefragt

Zu den begehrtesten Standorten für Zweitwohnsitze gehören laut Engel & Völkers nach wie vor die Oberitalienischen Seen, die italienische Riviera, die Inseln sowie die Alpenregionen. Die Costa Smeralda auf Sardinien behauptet weiterhin ihre Spitzenposition im italienischen Luxusimmobilienmarkt. Der Immobilienmarkt ist äußerst exklusiv und weist deutliche Preisunterschiede auf. Diese hängen von der Lage, der Privatsphäre, dem Zugang zum Meer sowie den jeweiligen Ausstattungs- und Objektmerkmalen ab. Die höchsten Angebotspreise von bis zu 100 Mio. Euro werden für besonders außergewöhnliche Villen in erstklassigen Lagen aufgerufen. Die Preise für Luxusapartments bewegen sich bei bis zu 47.000 Euro pro Quadratmeter.

Auch am Comer See ist die internationale Nachfrage nach Immobilien ungebrochen. Hier liegt der Anteil ausländischer Käufer bei rund 40%. Für exklusive Villen werden Spitzenpreise von rund 40 Mio. Euro sowie für Penthouses Preise von bis zu 15.000 Euro pro Quadratmeter erreicht.

Auch Portofino und Santa Margherita Ligure an der italienischen Riviera finden sich unter den exklusivsten Standorten Italiens. Dort werden Spitzenpreise von bis zu 35 Mio. Euro für Villen sowie 25.000 Euro pro Quadratmeter für erstklassige Wohnungen erzielt. Besonders begehrt sind Zweitwohnsitze mit Meerblick, Privatsphäre und hochwertiger Ausstattung.

Auch Alpenlagen hoch im Kurs

In Courmayeur und Cortina d’Ampezzo in den Alpen verzeichnete Engel & Völkers im Premiumsegment eine Preissteigerung von bis zu 10% im Vergleich zum Vorjahr. Erstklassige Chalets kosten bis zu 13 Mio. Euro. Die Preise für exklusive Apartments lieben bei bis zu 20.000 Euro pro Quadratmeter. Besonders gefragt sind renovierte Chalets und exklusive Zweitwohnsitze mit ganzjähriger Nutzbarkeit.

Internationale Käufer als Wachstumstreiber

Gerade die Nachfrage aus dem Ausland sorgt am italienischen Luxusimmobilienmarkt für Wachstum. So investieren Käufer aus Europa und Nordamerika verstärkt in Regionen für Zweitwohnsitze wie die Toskana, die Inseln, Ligurien oder die norditalienischen Seen. Kriterien wie Energieeffizienz, eine hochwertige Architektur sowie Außenflächen werden zunehmend relevanter. Sanierte Immobilien mit hoher Bauqualität und einer hochwertigen Ausstattung stehen bei Käufern in der Gunst weit oben. „Energieeffiziente Immobilien erzielen zunehmend Preisprämien und verkürzte Vermarktungszeiten”, sagt Muhannad Al Salhi.

Ausblick für 2026

Für den weiteren Jahresverlauf 2026 gehen die Experten von Engel & Völkers vor einer anhaltend stabilen Entwicklung des italienischen Luxusimmobilienmarktes aus. Während Erstwohnsitzmärkte von Urbanisierung, Infrastruktur und wirtschaftlicher Stabilität profitieren, bleiben Zweitwohnsitzmärkte stark von internationaler Nachfrage, Lifestyle-Trends und einem limitierten Angebot geprägt. Vor allem erstklassige Immobilien mit hoher Bauqualität, Energieeffizienz sowie einzigartiger Lage dürften weiter an Wertstabilität zulegen. „Die Toplagen Italiens zählen weiterhin zu den begehrtesten Immobilienstandorten weltweit. Premiumobjekte sind daher weitgehend resistent gegenüber konjunkturellen Schwankungen und bleiben eine strategisch attraktive Anlageklasse – insbesondere für internationale Käufer”, so das Fazit von Muhannad Al Salhi.

Fotos im Text: Belle-Époque-Villa an der Côte d’Azur: © Engel & Völkers Market Center Côte d’Azur; Apartment in Lyon: © Engel & Völkers Market Center Lyon

Lesen Sie auch:
Das könnte Sie auch interessieren: