AssCompact - Facebook AssCompact - LinkedIN AssCompact - Twitter AssCompact - Xing AssCompact - Youtube

Immobilienpreise in deutschen Mittelstädten ziehen kräftig an
28. Mai 2020

Immobilienpreise in deutschen Mittelstädten ziehen kräftig an

Die Nähe zu Ballungsräumen treibt die Preise für Immobilien in mittelgroßen Städten in Deutschland weiter dynamisch nach oben. Wohnungen verteuerten sich dort binnen eines Jahres teilweise um ein Drittel. Das zeigt eine aktuelle Analyse von immowelt.


Die Nähe zu Ballungsräumen treibt die Preise für Immobilien in mittelgroßen Städten in Deutschland weiter dynamisch nach oben. Wohnungen verteuerten sich dort binnen eines Jahres teilweise um ein Drittel. Das zeigt eine aktuelle Analyse von immowelt.


Immobilienpreise in deutschen Mittelstädten ziehen kräftig an

Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen verteuern sich in Deutschland nicht nur in Großstädten und Metropolen. Ein Vorjahresvergleich der Angebotspreise von immowelt zeigt: In 85 von 100 untersuchten mittelgroßen Städten steigen die Angebotspreise. In mehr als der Hälfte der Städte liegt das Plus sogar im zweistelligen Prozentbereich.

Starke Zuwächse rund um Frankfurt und Köln

Vor allem Städte in der Nähe von Ballungsräumen und mit guter Verkehrsanbindung sind betroffen, weil dort auch Pendler nach Wohnungen suchen. In Aschaffenburg sind die Preise für Eigentumswohnungen von 2.620 Euro auf 3.500 Euro pro m2 gestiegen. Das entspricht einem Plus von 34%. Die unterfränkische Stadt profitiert laut immowelt unter anderem von ihrer Nähe zum Ballungsraum Frankfurt am Main. Eine kräftige Verteuerung von Wohnungen lässt rund um Köln beobachten. In Langenfeld kletterten die Preise um 33% auf 3.410 Euro, in Pulheim um 29% auf 2.910 Euro. Euskirchen und Hürth legten um mehr als ein Viertel zu.

Höchstpreise in Baden-Württemberg

Noch teurer ist es im Südwesten. Vier der fünf teuersten Mittelstädte der Analyse liegen in Baden-Württemberg. Und auch dort steigen die Preise weiter. In Konstanz, der teuersten Stadt der Analyse, erhöht sich der Quadratmeterpreis um 12% auf 4.930 Euro, in Ludwigsburg um 20% auf 3.960 Euro. In Tübingen und Friedrichshafen müssen Immobilienkäufer immerhin 5 bis 6% mehr bezahlen als 2018.

Negative Ausnahmen

Aber nicht überall haben sich Eigentumswohnungen verteuert. In 14 Mittelstädten ist sogar ein Rückgang zu verzeichnen: Im hochpreisigen Landshut bei München scheine das Niveau bei 3.820 Euro (-2%) vorerst ausgereizt zu sein. Gleiches gilt laut immowelt für Norderstedt vor den Toren Hamburgs (-4%). Besonders deutlich ist das Minus aber in Neubrandenburg in der Mecklenburgischen Seenplatte (1.320 Euro, –16%) und Wesel am Niederrhein (1.040 Euro, –20%). Quadratmeterpreise von unter 1.000 Euro finden Immobilienkäufer in mittelgroßen Stäten zum Teil noch im Osten Deutschlands: Plauen (560 Euro), Görlitz (720 Euro) und Zwickau (840 Euro) zählen zu den günstigsten Städten der Analyse.

Kein Einfluss durch die Corona-Krise

Dass die derzeitige Corona-Krise zu Preissenkungen führt, ist laut immowelt nicht zu erwarten. Eine Analyse der Angebotskaufpreise von Wohnungen in 60 deutschen Großstädten zeige, dass das Niveau Anfang 2020 dort weiter steigt. Eine ähnliche Entwicklung sei auch bei den Mittelstädten realistisch, zumal Auswertungen des Immobilienportals zeigen würden, dass die Nachfrage nach Immobilien wieder angestiegen ist und das Niveau vor der Krise erreicht hat. (mh)

© Leonid Andronov – stock.adobe.com




Ähnliche News

Das LG Berlin nimmt an, dass der sogenannte Mietendeckel in der Hauptstadt verfassungsgemäß ist. Im Frühjahr noch hatte eine andere Kammer das Gesetz als verfassungswidrig angesehen. Die aktuelle Einschätzung entstammt dem Urteil eines Falles, in dem ein Vermieter auf Mieterhöhung geklagt hatte. weiterlesen
Ende 2020 läuft die erste Zeitspanne der Fortbildungspflicht für Immobilienmakler ab. Mit der Definet AG ist nun ein neuer Anbieter in diesem Bereich aktiv. Der Bildungsdienstleister will die Lücke bei Fortbildungsangeboten in der Immobilienvermittlung schließen. weiterlesen
Wie hat der Wohnimmobilienmarkt die Corona-Krise überstanden? Die Antwort auf diese Frage liefert der Wohnimmobilienindex IMX von ImmoScout24. Nach dem Corona-Dämpfer haben demnach sowohl die Kauf- als auch die Mietpreise über alle Immobilientypen hinweg wieder kräftig Fahrt aufgenommen. weiterlesen


AssCompact Abonnement

Sie wollen das AssComapct Magazin und/oder den AssCompact Newsletter abonnieren? Klicken Sie hier

Sie sind bereits Leser des AssCompact Magazins und möchten Ihre Daten ändern? Klicken Sie hier

Empfohlener Artikel

Die Finanz- und Versicherungsbranche ist bei Nachwuchskräften alles andere als beliebt. Von 14 Branchen landet sie im aktuellen „Young Professionals Barometer“ von Trendence auf dem vorletzten Platz. Welche Versicherer in der Liste der Wunscharbeitgeber ganz vorne liegen, zeigt AssCompact in einer Bildergalerie.