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Impact Investing ermöglicht Rendite und nachhaltige Wirkung

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Impact Investing ermöglicht Rendite und nachhaltige Wirkung

Nachhaltige Geldanlage erfreut sich weiter steigender Beliebtheit. Die Motive der Anleger sind aber unterschiedlich. Stehen konkrete positive Wirkungen im Vordergrund, kann Impact Investing eine Lösung sein. Von Eric Rice, Leiter für aktiv gemanagte Impact-Aktienstrategien bei BlackRock.

Krisen bergen auch Chancen. Kaum etwas zeigt das so eindrücklich wie die nachhaltige Geldanlage, denn die Corona-Krise hat diesen Trend nochmals beschleu­nigt. Die Motive dafür sind vielfältig. Daher bietet es sich an, zunächst die jeweilige Anlegermotivation zu erkennen, um im nächsten Schritt individuell passende Lösungen zu finden. BlackRock ordnet die unterschiedlichen Motive für nachhaltige Investments in ein Spektrum ein. Dieses beginnt beim reinen Ausschluss strittiger Bereiche durch Filter in Bezug auf Umwelt- und soziale Kriterien sowie Aspekte der Unternehmensführung (ESG) – sozusagen die „Grundform“. Es geht weiter über die Optimierung des ESG-Wertes mit Blick auf den angestrebten Tracking Error beziehungsweise sozial verantwortliche Anlagelösungen (SRI), die auf Branchenvorreiter setzen. Zudem können sich Anleger dafür entscheiden, bestimmte nachhaltige Ziele wie Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) oder Diversität (Diversity) zu unterstützen. Und schließlich reicht das Spektrum bis zur bewussten Förderung von Nachhaltigkeit durch Impact Investing.

Konkrete Wirkung im Fokus

Wer mit ESG-Fokus anlegt, schaut auf die operative Führung von Unternehmen. Dazu gehören beispiels­weise der Umgang mit Mitarbeitern, Programme zur Talentbindung und Arbeitsschutzmaßnahmen, Diversität in der Unternehmensleitung und Pläne zur Reduzierung der CO2-Emissionen in der Lieferkette. Beim Impact Investing geht es vielmehr darum, welche Produkte und Dienstleistungen ein Unternehmen erbringt und welche positive Wirkung (Impact) auf Umwelt und Gesellschaft es damit erzielt. Dazu gehören unter anderem besserer Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung, Förderung der finanziellen und digitalen Inklusion, Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, Förderung erneuerbarer Energien, Unterstützung bei der Beseitigung und Verhinderung von Umweltverschmutzung sowie die nachhaltige Bereitstellung von Nahrungsmitteln und Wasser.

Mehr als nur Rendite als Ziel

Aus Sicht von BlackRock verfolgt Impact Investing neben der Rendite vier Ziele: erstens Intentionalität, sprich eine positive Wirkung in Bezug auf Umwelt und Gesellschaft. Zweitens Materialität, also dass Kernprodukte bzw. -dienstleistungen der Unternehmen im Portfolio dazu beitragen, die beabsichtigten Wirkungen zu erzielen. Dabei dienen als Maßstab zum Beispiel die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (UN SDGs), zu denen nachhaltige und moderne Energie für alle, geringere Ungleichheit und widerstandsfähige Infrastruktur gehören. Drittens Additionalität: dass die Anlagestrategie zu Ergebnissen zugunsten von Umwelt und Gesellschaft führt, die es ohne sie wahrscheinlich nicht geben würde. Und viertens Messbarkeit, sprich dass sich die positive Wirkung quantifizieren lässt. Damit ist Impact Investing ein besonders konkreter Weg nachhaltiger Geldanlage. Die Auswahl geeigneter Impact Investments ist anspruchsvoll. Idealerweise sollten quantitative und qualitative Kennzahlen in sie einfließen. Orientierung dabei bieten das Global Impact Investing Network (GIIN), das Impact Management Project (IMP), die International Finance Corporation (IFC) sowie die Green Bond Principles bzw. European Green Bond Standards.

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Ein Artikel von
Eric Rice