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Jungmakler im Gespräch: Finalist Henry Werner
12. November 2019

Jungmakler im Gespräch: Finalist Henry Werner

Henry Werner ist Gesellschafter bei IMMOLIEBE und Inhaber von Finanzen mit Kopf und er war Finalist beim Jungmakler Award 2019. Im Interview erklärt er, dass man nicht reich sein muss, um Immobilien zu erwerben und warum Digitalisierung vor der Unterschrift nicht haltmachen darf.


Henry Werner ist Gesellschafter bei IMMOLIEBE und Inhaber von Finanzen mit Kopf und er war Finalist beim Jungmakler Award 2019. Im Interview erklärt er, dass man nicht reich sein muss, um Immobilien zu erwerben und warum Digitalisierung vor der Unterschrift nicht haltmachen darf.


Jungmakler im Gespräch: Finalist Henry Werner

Auf der DKM fanden sich dieses Jahr erneut alle Finalisten des Jungmakler Awards auf der großen Bühne ein. Lediglich drei Anwärter konnten sich zwar schließlich ein Preisgeld und einen Platz auf dem Siegertreppchen sichern, doch alle, die es bis ins BundesCasting geschafft haben, dürfen sich als Gewinner betrachten. Weil nicht nur die drei Bestplatzierten der Branche etwas zu sagen haben, hat AssCompact alle Finalisten zum Interview gebeten. Diesmal stellt AssCompact Henry Werner vor. Der Gesellschafter bei IMMOLIEBE will seinen Kunden mit Immobilien und Edelmetallen in Kombination ein gutes Gesamtkonzept anbieten.

Herr Werner, warum haben Sie sich für den Maklerberuf entschieden?

In der Selbstständigkeit generell genießt man die Freiheit, sich seine Zeit selbst einteilen zu können und vor allem für seine Leistung bezahlt zu werden, nicht für seine reine Arbeitszeit. Da ich mich sehr für den Fachbereich Finanzen interessiere, war der Beruf des Versicherungsmaklers in Kombination mit anderen Kapitalanlagen naheliegend.

Wie haben sie die ersten Tage und Wochen in der Selbstständigkeit erlebt? Und erinnern Sie sich noch an Ihr erstes Kundengespräch?

Der Start in die Selbstständigkeit war weniger stressig, als erwartet. Beim ersten Kundengespräch war ich natürlich unglaublich aufgeregt. Angeblich hat mein Mandant mir das jedoch nicht angemerkt, wie er mir später verriet. Deshalb empfahl er mich auch weiter und das Business kam so gut ins Rollen.

Wie sind Sie zu Ihrem Schwerpunkt Immobilien gekommen?

Ich wusste schon immer: Vermögende Menschen besitzen vermietete Immobilien. Als ich von einem Geschäftspartner erfuhr, dass er als junger Polizist seine erste von heute vielen vermieteten Immobilien kaufte, machte mich das neugierig. Auch mit normalem Einkommen ist es also möglich, sich Vermögen durch Immobilien aufzubauen. Von dem Zeitpunkt an ließ mir das Thema keine Ruhe mehr und begeistert mich bis heute!

Sie setzen im Bereich der Altersvorsorge besonders auf vermietete Immobilien und Edelmetalle. Erläutern Sie uns doch diese Strategie.

Die Menschen glauben, dass von vermögen Menschen Immobilien gekauft werden. Häufig ist das Gegenteil der Fall: Immobilien schaffen Vermögen. Genau das setze ich mit meinen Kunden um. Die vermietete Immobilie hat große Vorteile. Als Sachwert ist sie inflationsbereinigt – die zunehmende Entwertung des Geldes lässt Preise und Mieten stetig steigen. Das lässt sich gut am Mietpreisindex nachvollziehen – Mieten sind im Schnitt über gesamt Deutschland nie gesunken. Da mein Kunde vom Vermögensaufbau mit Hilfe seines Mieters profitieren, aber mit vermeidlich hohem Aufwand und Risiken nichts zu tun haben möchte, kauft er bei mir eine Konzeptimmobilie. Mietausfall ist abgesichert, Verwaltungen kümmern sich um die gesamte Kommunikation mit dem Mieter und Neuvermietung. Auch um die Finanzierung muss er sich nicht kümmern. Natürlich sind Immobilien wenig liquide. Edelmetalle sind liquidere Sachwerte und ergänzen den Vermögensaufbau mit Immobilien optimal.

Sie sind Finalist des Jungmakler Awards 2019 und haben sich damit schon gegen zahlreiche Mitbewerber durchgesetzt. Was werten Sie selbst als Ihre Stärken?

Gerade beim Jungmakler Award überzeugt nicht das Konzept allein, sondern vor allem die Art und Weise, wie man sein Konzept der sehr kompetenten Jury präsentiert. Bei der Präsentation war ich – wie vermutlich jeder Teilnehmer in den Castings – super aufgeregt! Ich denke meine Stärke in diesem Wettbewerb ist, dass ich mir meine Nervosität nicht habe anmerken lassen. Natürlich muss man von seinem Konzept selbst überzeugt und vor Allem begeistert bei der Sache sein! Ich glaube, dass ein paar Funken meiner Begeisterung für das Konzept IMMOLIEBE auf die Jury übergesprungen sind.

Wie bauen Sie sich als Jungunternehmer Ihren Kundenstamm auf?

Mit vermieteten Immobilien kann ich meine Kunden begeistern! Natürlich erzählen diese in ihrem Bekanntenkreis von ihrer Investition und wecken somit Neugierde bei potenziellen neuen Interessenten. Ein zweiter Vertriebsweg ist die Kooperation mit anderen Versicherungsmaklern. Diese trauen sich die Beratung des recht komplexen Themas nicht zu, haben aber durchaus Kunden, für die Immobilien als Kapitalanlage spannend sind. Das Schöne ist, dass die Versicherungsbranche aus meiner Sicht immer weniger einer Ellenbogengesellschaft gleicht. Immer mehr Makler schließen sich zu Netzwerken zusammen. Jeder Makler hat woanders seinen Schwerpunkt und es wird Hand in Hand zusammengearbeitet.

Welche Unterstützung wünschen Sie sich von Seiten der Produktgeber?

Hier ist das große Stichwort: Digitalisierung! Ich weiß, die Gesellschaften haben es in unserem System der Regulierung nicht leicht. Trotzdem wünsche ich mir zwei Dinge. Es gibt noch immer so viele Gesellschaften, die keine digitalen Unterschriften akzeptieren. Stellen Sie sich vor, ich berate einen Kunden per Videochat, schicke ihm den Zugang zu seiner Kundenapp, lade alle Angebote in die App und sage dem Kunden dann: „Bitte Antrag aus der App ausdrucken, unterschreiben und per Post zu mir“. Bis zum Zeitpunkt des Ausdruckens war der Kunde begeistert von der unkomplizierten Beratung. Meine Bitte an die Produktgeber: Bitte akzeptiert digitale Unterschriften! Auch eine gängige Option, dass der Kunde auf die Versicherungsunterlagen in Papierform verzichten darf, würde viel Papier sparen.

Warum haben Sie sich beim Jungmakler Award beworben? Und was hat Ihnen die Bewerbung unabhängig von der Platzierung gebracht?

Ich hatte gar keinen konkreten Ansporn, mich zu bewerben. Ich fand das Format spannend und wollte es einfach ausprobieren. So schnell würde sich wahrscheinlich keine Möglichkeit mehr bieten, Vorständen von Versicherern persönlich kennenzulernen. Und wie schon gesagt: Makler sind aus meiner Sicht erfolgreicher, wenn sie sich in Netzwerken zusammenschließen und an einem Strang ziehen. Die Möglichkeit des Netzwerkens beim Jungmakler Award ist super! Mit anderen Bewerbern aus dem Regio-Casting konnte ich direkt Schnittstellen unserer Arbeit ausloten – heute arbeiten wir bereits vertrauensvoll zusammen.

Bitte ergänzen Sie die nachfolgenden Sätze kurz:
Kundenorientierung bedeutet für mich, dass ...

... ich gemeinsam mit dem Kunden, wenn mal etwas nicht wie geplant gelaufen ist, immer eine Lösung im Sinne des Kunden finde. Denn erst, wenn mal etwas schief läuft, wird die Beziehung zwischen Kunden und Berater auf die Probe gestellt.

Die größte berufliche Herausforderung sehe ich darin, dass ...

... der Markt immer weiter reguliert wird. Ein Makler sollte sich auf seine Beratungen konzentrieren können. Darüber hinaus werden ihm jedoch immer mehr Pflichten auferlegt, was einen erheblichen Teil der Arbeitszeit in Anspruch nehmen kann.

Wäre ich nicht Makler geworden, würde ich heute ...

... für mich gab es immer nur Plan A. Was passiert wäre, hätte Plan A nicht funktioniert? Könnte ich Ihnen nur sagen, wenn er tatsächlich nicht funktioniert hätte.

Lesen Sie hierzu auch:

Die Finalisten des Jungmakler Awards und ihre Unternehmen

Jungmakler Award 2019 – Das war das Finale

Das sind die Gewinner des Jungmakler Awards 2019


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