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Jungmakler im Gespräch: Finalist Johannes Weber
11. November 2019

Jungmakler im Gespräch: Finalist Johannes Weber

Johannes Weber ist Geschäftsführer der 4vestor GmbH und war Finalist beim Jungmakler Award 2019. Im Interview erklärt er, wie er als Einzelkämpfer zwischen Kartons und Kisten sein erstes Kundengespräch geführt hat und warum Standardisierung nicht immer die beste Wahl für Versicherungsunternehmen ist.


Johannes Weber ist Geschäftsführer der 4vestor GmbH und war Finalist beim Jungmakler Award 2019. Im Interview erklärt er, wie er als Einzelkämpfer zwischen Kartons und Kisten sein erstes Kundengespräch geführt hat und warum Standardisierung nicht immer die beste Wahl für Versicherungsunternehmen ist.


Jungmakler im Gespräch: Finalist Johannes Weber

Auf der DKM fanden sich dieses Jahr erneut alle Finalisten des Jungmakler Awards auf der großen Bühne ein. Lediglich drei Anwärter konnten sich zwar schließlich ein Preisgeld und einen Platz auf dem Siegertreppchen sichern, doch alle, die es bis ins BundesCasting geschafft haben, dürfen sich als Gewinner betrachten. Weil nicht nur die drei Bestplatzierten der Branche etwas zu sagen haben, hat AssCompact alle Finalisten zum Interview gebeten. Diesmal stellt AssCompact Johannes Weber vor. Der Geschäftsführer der 4vestor GmbH startete in der Unternehmensberatung, ist mittlerweile aber breit aufgestellt.

Herr Weber, warum haben Sie sich für den Maklerberuf entschieden?

Im Vergleich zur Ausschließlichkeit bietet der Maklerberuf eine viel individuellere Sichtweise auf das Thema Versicherungen und Risikoabsicherung. Ich glaube zudem, dass sich in den nächsten Jahren wirklich gute Chancen vor allem für Jungmakler in der Branche auftun.

Wie haben Sie die ersten Tage und Wochen in der Selbstständigkeit erlebt? Und erinnern Sie sich noch an Ihr erstes Kundengespräch?

Die ersten Tage in der Selbstständigkeit waren vor allem geprägt durch viel Organisation und den Aufbau der Strukturen. Das hat oft bis tief in die Nacht gedauert. Ich habe als Einzelkämpfer gestartet und musste vom Telefon bis zur Terminkoordination alles alleine erledigen. Aber auch der bürokratische Aufwand ist nicht zu unterschätzen. Mein erstes Kundengespräch fand noch zwischen Kartons und Kisten statt, der Kunde war trotzdem happy.

Ihr Unternehmen ist sehr breit aufgestellt und umfasst neben dem Bereich Versicherungen und Finanzanlagen unter anderem auch Unternehmens- und Gründerberatung. Warum haben Sie sich für diesen Ansatz entschieden?

Meine Firma kommt ursprünglich aus der reinen Unternehmensberatung und hat sich step by step immer weiter zu einem Allfinanzunternehmen entwickelt. Der Bedarf an Versicherungslösungen ist vor allem im gewerblichen Bereich extrem hoch und hier habe ich mich dem Potenzial nicht verschließen können.

Eines Ihrer Steckenpferde ist die Stiftungsberatung. Was steckt da dahinter?

Hier beraten wir Stiftungen beim Aufbau, aber auch bei der Verwaltung als solches. Das Thema ist extrem spannend, da Stiftungen völlig anders agieren als gewerbliche Unternehmen. Auch beim Versicherungsschutz stehen wir hier vor völlig anderen Herausforderungen. Die Kunden in diesem Umfeld sind sehr angenehm und wir wollen diesen Bereich nicht mehr missen.

Sie sind Finalist des Jungmakler Awards 2019 und haben sich damit schon gegen zahlreiche Wettbewerber durchgesetzt. Was werten Sie selbst als Ihre Stärken?

Es ist immer schwierig sich selbst zu bewerten oder einzuschätzen. Ich glaube aber, dass meine Stärke im Netzwerken liegt. Dadurch kann ich unseren Kunden bei unterschiedlichen Fragestellungen, auch mit Partnerlösungen, oft weiterhelfen. Dadurch kann auch die Kundenbindung noch einmal gefestigt werden.

Wie bauen Sie sich als Jungunternehmer Ihren Kundenstamm auf?

Wir bespielen sowohl die klassischen als auch die modernen Werbekanäle. Dadurch erreichen wir unsere Zielgruppe direkt und können uns auf die Terminierung und die Beratung konzentrieren. Umso länger man am Markt ist, umso mehr spielen auch Empfehlungen einer Rolle, diese kommen dann ganz von alleine.

Welche Unterstützung wünschen Sie sich von Seiten der Produktgeber?

Der Makler-Service von Seiten der Gesellschaften ist generell gut aufgebaut. Jedoch werden immer mehr Produkte standardisiert, für viele gewerbliche Bereiche ist aber ein individueller Versicherungsschutz nötig. Hier wünsche ich mir auch in Zukunft mehr Individualität und Kundenbezug.

Warum haben Sie sich beim Jungmakler Award beworben? Und was hat Ihnen die Bewerbung unabhängig von der Platzierung gebracht?

Ich wollte mein unternehmerisches Konzept vor der Jury auf die Probe stellen. Es ist immer gut ein Feedback von außenstehenden Experten zu erhalten. Das direkte Feedback in den Gesprächen mit den Vorständen hat mir viel gebracht, aber auch der Austausch mit den Maklerkollegen. Hier können sich in den nächsten Jahren Synergien und Kooperationen ergeben, die für alle Seiten gewinnbringend sind.

Bitte ergänzen Sie die nachfolgenden Sätze kurz:
Kundenorientierung bedeutet für mich, dass ...

... der Kunde am Ende absolut zufrieden ist.

Die größte berufliche Herausforderung sehe ich darin, dass ...

... durch die Digitalisierung immer weniger die Beratung in den Fokus der Kunden rückt.

Wäre ich nicht Makler geworden, würde ich heute ...

... in einem anderen Start-up mitwirken.

Lesen Sie hierzu auch:

Die Finalisten des Jungmakler Awards und ihre Unternehmen

Jungmakler Award 2019 – Das war das Finale

Das sind die Gewinner des Jungmakler Awards 2019


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