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Kredite: Männer bekommen die besseren Zinsen
28. September 2018

Kredite: Männer bekommen die besseren Zinsen

Eine Analyse des Vergleichsportals VERIVOX verdeutlicht: Die Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen wirken sich auch auf die private Kreditaufnahme aus. Frauen können sich im Schnitt weniger Geld leihen als Männer und müssen höhere Zinsen in Kauf nehmen.


Eine Analyse des Vergleichsportals VERIVOX verdeutlicht: Die Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen wirken sich auch auf die private Kreditaufnahme aus. Frauen können sich im Schnitt weniger Geld leihen als Männer und müssen höhere Zinsen in Kauf nehmen.

Kredite: Männer bekommen die besseren Zinsen

Seit Anfang des Jahres ist das Lohntransparenzgesetz in Kraft und Beschäftigte haben das Recht zu erfahren, wie viel ihre Kollegen des anderen Geschlechts bei ähnlicher Tätigkeit verdienen. Mit dem Gesetz soll die Einkommenslücke zwischen Männern und Frauen verringert werden. Wie das Vergleichsportal Verivox mit einer Auswertung zeigt, ist dieses Ziel noch längst nicht erreicht: Frauen, die im ersten Halbjahr 2018 über Verivox einen Kredit abgeschlossen haben, verdienten netto im Schnitt gut 500 Euro weniger als Männer. Das entspricht einem Einkommensunterschied von 19%.

Auswirkungen auf die Bonität

Die große Diskrepanz beim Einkommen hat Folgen für die Kreditaufnahme: So können sich Frauen im Schnitt weniger Geld leihen als Männer und müssen häufiger höhere Zinsen zahlen. Der Kreditbetrag ist bei Frauen im Schnitt rund 3.300 Euro niedriger als bei Männern. Außerdem bekommen sie öfter überhaupt keinen Kredit. „Für Banken ist das verfügbare Nettoeinkommen ein wichtiges Kriterium zur Einschätzung der Bonität“, erläutert Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. „Wer wenig verdient, erhält schwerer eine Zusage und muss öfter höhere Zinsen zahlen.“ Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kreditanfrage einer Frau abgelehnt wird, liege um fast ein Drittel höher als bei einem Mann.

Die Kreditkonditionen verbessern

Laut Maier sei ein Anbietervergleich wichtig, um ggf. bessere Kreditkonditionen zu erhalten. Auch ein zweiter Antragsteller führe oft zu günstigeren Konditionen. „Aus Sicht der Bank verbessert ein zweiter Kreditnehmer mit eigenem Einkommen die Bonität“, erklärt Maier. „Das Ausfallrisiko sinkt und die Bank ist in der Lage, einen besseren Zinssatz anzubieten.“ Im Schnitt würden zwei Personen gemeinsam 12% weniger Zinsen zahlen und könnten fast 30% höhere Summen aufnehmen als ein Kreditnehmer allein. „Der zweite Kreditnehmer muss übrigens nicht der eigene Lebenspartner sein“, sagt Oliver Maier. „Geschwister, Eltern oder enge Freunde kommen ebenso infrage.“ (tk)




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