Branche automatisiert mit KI
Die Befragung gibt außerdem Aufschluss über die Akzeptanzgrenzen der Automatisierung. Während die die Branche die Automatisierung vorantreibt, wird dies in der Kundschaft skeptisch gesehen. Der Automatisierungsgrad von Standardschäden liegt bei 60% der befragten Versicherer zwischen 10 und 30%. Bis zum Jahr 2030 steht bei 58% der Unternehmen auf dem Plan, eine Quote von 50 bis 100% zu erreichen. Mit Blick auf KI erwarten 71% den größten Mehrwert in der automatisierten Dunkelverarbeitung von Kleinschäden, heißt es.
Kunden sind skeptisch
Diese Ambition trifft auf eine verhaltene Kundenakzeptanz: 28% der befragten Kundinnen und Kunden würde eine vollständig digitale Schadenbearbeitung ohne menschlichen Kontakt bei Summen zwischen 100 und 499 Euro akzeptieren (15% bis 100 Euro, 19% 500 bis 999 Euro, 12% über 1.000 Euro). Rund ein Viertel (26%) lehnt aber rein digitale Prozesse komplett ab. Bei der Generation 65plus sind es sogar 45%. 59% der Kunden wollen das „finale Okay“ bei einer Schadenmeldung nicht an eine KI abgeben, denn sie behalten sich die letzte Entscheidung lieber selbst vor.
Zur Methodik der Befragung
Für die Branchenbefragung wurden im Februar und März 2026 insgesamt 108 Beschäftigte von Versicherungsunternehmen online befragt (61% in leitenden Positionen). An der Endkundenbefragung nahmen im März 2026 insgesamt 514 Personen teil. Die Stichprobe ist repräsentativ für die deutsche Gesamtbevölkerung ab 18 Jahren. (lg)
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