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30. April 2026
Makler-Summit: Wandel und Dynamik im Maklermarkt

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Makler-Summit: Wandel und Dynamik im Maklermarkt

Makler-Summit: Wandel und Dynamik im Maklermarkt

Nachfolgeplanung und Verkauf von Maklerunternehmen auf Augenhöhe

In einem spannenden Paneltalk ging es dann konkret um die Frage, wie Makler das Thema Nachfolge angehen können, wenn ein Verkauf des Maklerunternehmens im Raum steht. Die Panel-Diskussion beleuchtete den Verkaufsprozess aus Sicht von Verkäufer und Käufer sowie auch aus der Perspektive eine Beraters. Teilnehmer der Runde, die Klaus-Jürgen Baum moderierte, waren Efstratios Bezas, Chief Sales Officer der Tjara GmbH (blau direkt), Simon Nörtersheuser, Geschäftsführer der Aventus Maklergruppe, sowie Luca Eschweiler, Vice President der Wagner & Hines Associates GmbH, und Tobias Krahl, Director der Wagner & Hines Associates GmbH, die Makler bei Transaktionen berät und begleitet. So erörterten die Experten unter anderem die Frage, wann aus Verkäufersicht ein guter Zeitpunkt zum Verkauf sein könnte, worauf Maklerkonsolidierer beim Kauf wiederum Wert legen und aus welchen Gründen Makler einen Berater hinzuziehen sollten.

Dabei stellten sowohl Efstratios Bezas wie auch Simon Nörtersheuser klar, dass eine erfolgreiche Nachfolgeregelung bzw. Übergabe eine gewisse Übergangsphase erfordert und entsprechend weiter im Voraus geplant sein sollte. Ein Aussteigen von heute auf morgen funktioniere nicht, so Bezas.

Das Altersvorsorgedepot und die Auswirkungen für Makler

Zum Abschluss des Weiterbildungsevents standen ebenfalls nochmals Veränderungen und ein Wandel auf dem Programm, und zwar in der Altervorsorge: So ging es in der Keynote von Prof. Michael Hauer, Geschäftsführer beim Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP), um die Konsequenzen der Reform der privaten Altersvorsorge. Die private Altersvorsorge in Deutschland steht vor einem tiefgreifenden Umbau. Das hierbei geplante Altersvorsorgedepot soll Anfang 2027 starten - inklusive der Pflicht für Anbieter, ein Standardprodukt anzubieten. Prof. Hauer gab zunächst einen Überblick der grundlegenden Änderungen wie etwa die künftigen Garantie-Level.

Beim Standarddepot ist davon auszugehen, dass es von unterschiedlichen Anbietern, darunter auch Neobrokern, einfache und sehr kostengünstige Lösungen geben wird, die Kunden online abschließen können. Inwieweit es um die Qualität der Produkte bestellt sein wird, bleibe abzuwarten, so Prof. Hauer. Ebenfalls noch offen ist, mit welchen Lösungen die Versicherer aufwarten (lesen Sie hierzu auch: Altersvorsorgedepot: Wie sollten sich Versicherer aufstellen?). Der Altersvorsorgeexperte sieht im Übrigen durchaus auch eine Konkurrenz zur bAV.

 

Makler-Summit: Wandel und Dynamik im Maklermarkt

 

Für welche Kunden (noch) Riester, für wen das AV-Depot?

Anhand von einem Beispiel eines Musterkunden zeigte Hauer auf, unter welchen Voraussetzungen bzw. Gegebenheiten es die bessere Wahl sei, beim bestehenden Riestervertrag zu bleiben anstatt umzustellen. „In vielen Fällen wird das Altersvorsorgedepot besser sein als Riester“, so der Experte weiter. Maklern rät er, jetzt proaktiv auf ihre Kunden zuzugehen und das Thema anzusprechen. „Kunden müssen das Gefühl haben, dass sie informiert sind und betreut werden“, betonte Hauer. Jede Änderung sei auch eine Chance. (tik)

Eine Übersicht der weiteren AssCompact Wissen Veranstaltungen finden Sie unter asscompact.de/veranstaltungen.

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