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5. Juli 2026
Maklermarkt 2030+: Zwischen Stabilität und Transformation
Maklermarkt 2030+: Zwischen Stabilität und Transformation

Maklermarkt 2030+: Zwischen Stabilität und Transformation

Die Versicherungsmaklerbranche steht vor diversen Herausforderungen und spannenden Entwicklungen in den nächsten Jahren. Da stellt sich die Frage, wie diese sich auf das Wachstum und auch auf die verschiedenen Sparten auswirken werden. Die AssCompact Trendstudie Maklermarkt 2030+ wagt einen Ausblick.

Wie sieht die Maklerbranche eigentlich in Zukunft aus? Wir leben in spannenden Zeiten, wie es angelehnt an ein altes Sprichwort heißt. Nicht nur geopolitisch, sondern auch demografisch und wirtschaftlich. Und auch wenn es beim Versicherungsmakler üblicherweise um Bedürfnisse des Einzelnen, nämlich des Kunden, geht, kann man auch einmal einen Blick auf die Branche als Ganzes werfen.

Einen solchen Blick wagt die AssCompact Trendstudie Maklermarkt 2030+, die in Zusammenarbeit mit Klaus-Jürgen Baum von KJB Consulting, Dr.-Ing. Dietmar Kottmann sowie dem BDVM, dem BVK, der Fonds Finanz, der GA Group und der VEMA erstellt wurde. Bei der Studie wurden insgesamt 1.042 Makler befragt. Sie untersucht neben den aktuellen Konsolidierungsbewegungen und den technologischen Entwicklungen im Maklermarkt auch die Wachstumserwartungen der Makler in verschiedenen Sparten und die Veränderung des Kundenverhaltens. Das sind die Ergebnisse.

Makler eher optimistisch …

Zuallererst: Übergreifend rechnen die Makler mehrheitlich in allen Sparten mit stabilen bis wachsenden Trends – tendenziell wird das Unternehmensgeschäft positiver gesehen als das Privatgeschäft. Sprich: Die stärkste Wachstumserwartung liegt bei der betrieblichen Krankenversicherung, bei der 56% der Befragten mit Wachstum oder starkem Wachstum rechnen, und im gewerblichen Sach-Bereich (54%). Immerhin 39% rechnen in der betrieblichen Altersversorgung mit Wachstum oder starkem Wachstum. Laut Studienautoren sehen die beiden letztgenannten Sparten gerade Mittelstands- und Großmakler überwiegend positiv.

In den Privat-Sparten wird es laut der Studie vor allem gut um die Biometrie und um den Sach-Bereich. In der Biometrie erwarten 40% ein Wachstum und immerhin 5% ein starkes Wachstum. In Sach rechnen 41% mit Wachstum und 6% mit starkem Wachstum – 46% sehen die Sparte stabil.

Die nach Meinung der befragten Makler am stärksten gefährdete Sparte ist die, die aktuell branchenpolitisch im Mittelpunkt steht: nämlich die private Altersvorsorge. 26% betrachten das Geschäft darin als zukünftig rückläufig, 7% als stark rückläufig – insgesamt entspricht das einem Drittel.

Wenig (echtes) Wachstum

Auf den ersten Blick gar nicht so schlecht. Und dennoch handle es sich dabei laut Studie aber nicht um „echtes“ Wachstum. Haupttreiber dessen sei nämlich die Prämieninflation. Echtes Wachstumspotenzial gebe es nur bei ausgewählten Risikoarten, überwiegend im Firmengeschäft. Aufgrund der ungünstigen Demografie und der stagnierenden Wirtschaft sei Deutschland kein Wachstumsmarkt.

Doch auch im Gewerbe könnte es in Zukunft Probleme geben. Denn die Unternehmenszahlen in Handwerk, Gewerbe und bei freien Berufen würden massiv zurückgehen – damit dürfte also auch weniger Geschäftspotenzial für Makler einhergehen.

Und gerade im Standard-Sachgeschäft könnte es ein neues Risiko geben: die KI-Agenten, die beginnend bei der Generation Z zum „Game Changer“ werden könnten.

Wie müssen sich Makler verändern?

Apropos KI-Agenten: Derartige Neuerungen gehen, vor allem beim jüngeren Publikum, das sich vielleicht etwas schneller an technologische Veränderungen anpasst, mit veränderten Ansprüchen an Dienstleistungen einher – also auch an Makler. Die Studie widmet einen Abschnitt daher auch dem veränderten Kundenbedarf und -verhalten. Und hier zeigen die Umfrageergebnisse, dass man die Kanal- und Medienpräferenzen der Endkunden und auch das (mögliche) Vordringen von technologiegetriebenen Wettbewerbern in Zukunft durchaus als Bedrohung wahrnehme. Vor allem in der privaten Sachversicherung rechnet man damit, dass das standardisierte Geschäft in zehn Jahren oder später überwiegend über Vergleichsportale und Plattformen laufen wird – 62% erwarten dies.

Das Gute dabei: Die Makler sehen die technologische Entwicklung auch als Chance, nämlich indem sie sich zu „Multi-Kanal-Anbietern“ entwickeln könnten. Drei Viertel der Befragten erwarten auch, dass der Maklerberuf in genau diese Richtung gehen wird. (mki)

AssCompact Wissen Digitalkongress Maklermarkt 2030+

Eine intensive Beschäftigung mit den Ergebnissen der „AssCompact Trendstudie Maklermarkt 2030+“ findet im AssCompact Wissen Digitalkongress Maklermarkt 2030+ statt. Dieser läuft am 09.07.2026 auf Zoom ab. Weitere Infos dazu und die Anmeldung gibt es hier: AssCompact Wissen Digitalkongress Maklermarkt 2030+

Die Studie kann demnächst auch über die AssCompact Studienabteilung erworben werden.