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10. März 2026
Maklervertrieb im Wandel: Strategische Hebel für Versicherer

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Maklervertrieb im Wandel: Strategische Hebel für Versicherer

Maklervertrieb im Wandel: Strategische Hebel für Versicherer

Der Maklervertrieb steht an einem Wendepunkt. Konsolidierung, Digitalisierung und neue Wettbewerbsdynamiken führen zu einem strukturellen Wandel, der weit über einzelne Zusammenschlüsse hinausgeht. Wo können Versicherer ansetzen, um Herausforderungen zu meistern und Chancen zu nutzen?

Ein Gastbeitrag von Frederik Schäfer, Manager bei Deloitte, und Manfred Toews, Director bei Deloitte

Die Dynamik ist enorm: In den vergangenen Jahren hat die M&A-Aktivität im Maklermarkt stark zugenommen. Dieser Trend wird auch zukünftig fortbestehen, sodass die Zahl der Maklerhäuser abnimmt und das durchschnittliche Maklerhaus größer sowie digitaler wird. Größere Maklerhäuser bündeln Ressourcen und nutzen Skaleneffekte, um ihre Kosteneffizienz und Marktanteile zu steigern. Gleichzeitig geraten kleinere Makler vermehrt unter Druck, da die fortschreitende Digitalisierung Investitionen in neue Technologien und Systeme erfordert, die sich für viele kaum wirtschaftlich abbilden lassen. Private-Equity-Investoren treiben den Konsolidierungstrend zusätzlich an. Parallel dazu gewinnen digitale Plattformen und Embedded-Insurance-Modelle an Bedeutung, da sie durch nahtlose Integration und einfache Nutzererfahrung stärker auf heutige Kundenerwartungen einzahlen.

Herausforderungen für Versicherer

Für Versicherer ergeben sich durch die aktuellen Marktentwicklungen vier zentrale Herausforderungen: Makler haben höhere Anforderungen an Service und Geschwindigkeit. Sie erwarten heute digitale, schnelle und konsistente Prozesse. Hinzu kommt der Druck bei Versicherern, trotz ihrer Wachstumsziele im Maklergeschäft mit konstanten oder sogar sinkenden Personal- und Budgetressourcen auszukommen. Die Betreuungsspanne pro Maklerbetreuer wird steigen, ohne dass die Servicequalität darunter leiden darf. Außerdem bündeln Marktakteure wie Pools und Plattformen ihr Geschäftsvolumen und treten mit klaren Anforderungen und hoher Verhandlungsmacht gegenüber Versicherern auf. Das erhöht den Margendruck und verlangt nach einer klaren Positionierung sowie strategisch geführten Partnerschaften. Letztere sind ebenfalls essenziell, wenn sich Teile der Wertschöpfung vom Versicherer zum Assekuradeur verlagern, indem er operative Aufgaben wie Underwriting oder Schadenbearbeitung übernimmt.

Strategische Hebel für Versicherer, den Maklervertrieb von morgen zu gestalten

Um die Herausforderungen zu meistern und gleichzeitig die sich daraus ergebenden Chancen und Potenziale zu nutzen, muss sich der Maklervertrieb weiterentwickeln. Entscheidend ist die Frage, an welchen Stellschrauben Versicherer ansetzen können, um ihren Vertrieb zukunftsfähig auszurichten.

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