Leichte Entspannung auf Kostenseite, Druck auf Leistungsseite weiter hoch
Mit Blick auf die Kosten sprechen die Analysten von einer leichten Erholung. So hat sich die Verwaltungskostenquote im Marktdurchschnitt von 2,23 auf 2,11% verringert. Die Abschlusskostenquote ist von 7,21 auf 7,03% gesunken, obwohl sich die absoluten Aufwendungen in beiden Positionen weiter erhöht haben. Die Schadenquote ist leicht von 83,40 auf 82,90% zurückgegangen. Laut Franke und Bornberg liegt dieser Rückgang aber nur daran, dass die Beiträge kräftiger gestiegen sind als die Leistungsausgaben. Der Druck auf der Leistungsseite bleibe damit hoch. Die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote verbesserte sich von 7,10 auf 7,80%.
Der RfB-Puffer hat sich indes weiter verringert. Die RfB-Quote, die den Bestand an Rückstellung für Beitragsrückerstattung in Prozent der verdienten Bruttobeiträge misst, hat sich von 30,67 auf 27,53% verringert.
Rückgang der Bewertungsreserven
Noch deutlicher zeige sich die Belastung Franke und Bornberg zufolge bei den Bewertungsreserven. Die marktweite Bewertungsreservequote sind von –1,96 auf –3,62% gesunken. Im für das Rating relevanten Fünfjahresdurchschnitt beträgt die Quote mittlerweile –0,23%. 20 der 30 untersuchten Versicherer konnten in dieser Kennzahl keine Punkte mehr erhalten.
Höhere Kapitalerträge
Demgegenüber stehen höhere Kapitalerträge. So ist die Nettorendite im Marktdurchschnitt von 2,70 auf 2,76% gestiegen, die laufende Durchschnittsverzinsung von 2,78 auf 3,04%. Die höchste Nettorendite des Jahres 2025 gab es für die Allianz mit 3,91%. Wie Franke und Bornberg weiter mitteilt, rangiert die INTER im für das Rating maßgeblichen Fünfjahreszeitraum mit 3,87% vorne. Es folgt die Allianz mit 3,51%.
PKV präsentiert sich insgesamt robust
Der Blick auf das Bilanzjahr 2025 in der PKV ergibt laut Analysten ein gemischtes, in der Summe aber robustes Bild. Zwischen den Versicherern bestehen weiterhin erhebliche Unterschiede, was Ertrag und Reserven als auch die Kosten und die Bestandsentwicklung angeht. Für die kommenden Jahre wird es darauf ankommen, ob sich das Wachstum der Versichertenzahlen fortsetzt und ob die höheren Beitragseinnahmen mit den weiter steigenden Leistungsausgaben Schritt halten können. Für die Zusatzversicherung sehen die Analysten weiterhin Wachstumschancen. Das Neugeschäft in der Vollversicherung wird stark von wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen abhängen. Die Versicherer stehen weiter vor der wachsenden Herausforderung, die Bezahlbarkeit zu sichern ohne Abstriche beim Leistungsumfang zu machen.
Weitere Details aus dem Bilanzrating sowie Informationen zum map-report gibt es unter franke-bornberg.de. (tik)
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