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Massive Kritik an aktuellen Wohnungszahlen
04. Juni 2019

Massive Kritik an aktuellen Wohnungszahlen

In Deutschland wurden 2018 minimal mehr Wohnungen fertig gestellt als im Vorjahr. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) hervor. Bei der Immobilienwirtschaft sorgen diese für Kopfschütteln. In Sachen Wohnungsbau fehlt es demnach weiter an allen Ecken und Enden.


In Deutschland wurden 2018 minimal mehr Wohnungen fertig gestellt als im Vorjahr. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) hervor. Bei der Immobilienwirtschaft sorgen diese für Kopfschütteln. In Sachen Wohnungsbau fehlt es demnach weiter an allen Ecken und Enden.


Massive Kritik an aktuellen Wohnungszahlen

Im Jahr 2018 wurden in Deutschland 285.900 Wohnungen fertig gestellt. Laut Destatis waren das 0,4% oder 1.100 Wohnungen mehr als im Vorjahr. Ohne Berücksichtigung der Wohnungen in Wohnheimen stieg die Zahl der Baufertigstellungen um 2,6%. Eine höhere Zahl an fertig gestellten Wohnungen hatte es zuletzt im Jahr 2002 gegeben (289.600).

Bauüberhang setzt sich fort

Trotz des Rückgangs der Baugenehmigungen im Jahr 2018 um 0,3% war die Zahl der genehmigten Wohnungen mit 346.800 Wohnungen weiterhin höher als die Zahl der Fertigstellungen. Dies führte auch im Jahr 2018 zu einem Überhang von genehmigten, aber noch nicht fertig gestellten Wohnungen. Der seit 2008 anhaltende Anstieg des Bauüberhangs setzte sich damit im Jahr 2018 weiter fort.

Mehrfamilienhäuser als Treiber

Von den im Jahr 2018 fertig gestellten Wohnungen waren 250.100 Neubauwohnungen in Wohngebäuden (+2,0%). Dieser Anstieg resultierte aus der Fertigstellung von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (+9,2%). Die Fertigstellungen von Wohnungen in Einfamilienhäusern gingen um 3,7% zurück.

Es fehlt an allen Ecken und Enden

Die Immobilienwirtschaft kritisiert die Zahlen. „Diese Zahlen drücken eines aus: Es fehlt an allen Ecken und Enden“, sagt Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss. „Keine klare politische Linie beim Wohnungsbau, zu langwierige Planungsprozesse und zu wenig Kapazitäten bei den Unternehmen. Auch die ausufernden Baukosten und die überbordende Regulierung der vergangenen Jahre sind ein erheblicher Grund dafür, dass wir hier zu langsam vorankommen.“

Weit unter eigentlichem Bedarf

Energetische Anforderungen, kommunale Auflagen und Grundstückspreise seien starke Kostentreiber im Wohnungsbau. Insbesondere die Grundstücksverknappung ist laut Mattner der Flaschenhals beim bezahlbaren Bauen. Um die Ziele der Bundesregierung zu erreichen, müssten jedes Jahr mindestens 375.000 Wohnungen nicht nur genehmigt, sondern auch fertiggestellt werden. Davon ist Deutschland nach wie vor rund 90.000 Wohnungen entfernt. (mh)

Bild: © DanBu.Berlin – stock.adobe.com




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