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20. Juli 2021
PKV: Beiträge im Neugeschäft steigen leicht an

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PKV: Beiträge im Neugeschäft steigen leicht an

Leistungsausgaben noch stabil, aber verzögerter Anstieg erwartet

Die Leistungsausgaben waren laut M&M in Summe stabil, einen direkten Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hätten die Versicherer nicht ausmachen können. Pandemiebedingt höheren Ausgaben im Bereich von Prävention, Hygienemaßnahmen oder Tests hätten verminderte Ausgaben, etwa aufgrund aufgeschobener Behandlungen, gegenübergestanden. Insgesamt seien weniger Gesundheitsleistungen in Anspruch genommen worden.

In den kommenden Jahren rechnet die PKV allerdings mit einem verzögerten Anstieg der Leistungsausgaben, wie M&M im Zusammenhang mit der Ratingveröffentlichung erwähnt: Aufgeschobene Behandlungen, dadurch unerkannte Krankheiten, Langezeitfolgen von Covid-19-Erkrankungen und eine zeitlich verzögerte Belegeinreichung, etwa aus der dritten Welle der Pandemie, könnten die zukünftigen Leistungsausgaben erhöhen, weshalb die PKV-Versicherer mit der Bildung von Schadenrückstellungen reagiert hätten.

„Die Herausforderungen für die PKV-Versicherer werden in den nächsten Jahren vor allem in der Alterung ihrer Bestände, in erhöhten Leistungsausgaben aufgrund verzögerter Pandemie-Auswirkungen, in erhöhten Kosten im Rahmen des medizinischen Fortschritts, sowie in der anhaltenden Niedrigzinsphase liegen“, stellt Bohrmann fest und prognostiziert in Teilen anhaltende Beitragsanpassungen in der PKV.

Beitragsanpassungen als Herausforderung in der Beratung

In der PKV-Beratung stellt sich sicherlich das Thema Beitragsanpassung als eine der größten Herausforderungen dar: Oft besteht die Sorge der Versicherungsnehmer darin, im Alter einen hohen Beitrag zahlen zu müssen, da zu den gestiegenen Beiträgen noch der Wegfall des Arbeitgeberanteils hinzukommt. Die Versicherer bieten daher sogenannte Beitragsentlastungstarife an, die den Gesamtbeitrag um einen individuell wählbaren prozentualen Anteil im Rentenalter entlasten. Oft werden genau die 50% Arbeitgeberanteil damit entlastet. Wie eine Beobachtung von M&M zeigt, wird im Rahmen der Berechnung von Beitragsentlastungstarifen am häufigsten eine prozentuale Entlastung des Gesamtbeitrags von über 45 bis 50% gewünscht. An zweiter und dritter Stelle folgen die Spannen von über 25 bis 30% sowie über 15 bis 20% Entlastung. An vierter Stelle steht eine gewünschte Entlastung von über 95 bis 100%. Preislich liegt ein Entlastungstarif beispielsweise bei rund 47 Euro für eine PKV-Vollversicherung mit einem Gesamtbeitrag von 609 Euro, wenn eine 50%-ige Beitragsentlastung im Rentenalter gewünscht ist. „Auch wenn die PKV-Beratung den Beitrag stark im Fokus hat, sowohl im Hinblick auf eine mögliche Ersparnis als Einstiegsargument, als auch im Hinblick auf drohende Anpassungen, ist ihr starkes Argument doch die Leistung“ kommentiert Bohrmann abschließend.

Das komplette M&M Rating PKV-Beitragsstabilität gibt es hier.

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Bild: © ExQuisine – stock.adobe.com

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