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PSD2: Das Ende des Bankenmonopols
17. September 2019

PSD2: Das Ende des Bankenmonopols

PSD2 – hinter diesem Kürzel verbirgt sich nicht weniger als das Ende des Bankenmonopols au Kontodaten. Kunden haben davon bisher aber aller Regel noch nichts mitbekommen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Informationsdienstleisters CRIFBÜRGEL.

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PSD2 – hinter diesem Kürzel verbirgt sich nicht weniger als das Ende des Bankenmonopols au Kontodaten. Kunden haben davon bisher aber aller Regel noch nichts mitbekommen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Informationsdienstleisters CRIFBÜRGEL.


PSD2: Das Ende des Bankenmonopols

Die Payment Services Directive (PSD2) sagt den meisten Deutschen nach wie vor nichts. Obwohl die Richtlinie die Spielregeln im Zahlungsverkehr grundlegend ändert, ist der überwiegenden Mehrheit der Deutschen nicht bewusst, welche Auswirkungen sie auf die Bankenwelt hat. Laut einer repräsentativen Online-Umfrage im Auftrag des Informationsdienstleisters CRIFBÜRGEL haben 59% noch nie von der zweiten gehört. Die übrigen 41% kannten zwar den Begriff. Nur 7% wissen aber auch, was sich dahinter verbirgt.

Die EU-Richtlinie PSD2 schreibt Banken vor, anderen, bei der Finanzaufsicht registrierten Unternehmen den Einblick in Kontodaten zu gewähren, wenn der Kontoinhaber dem zustimmt. Die Datenschnittstellen dazu stellen die Banken, doch diese funktionieren oft nur eingeschränkt. Den ursprünglich für den 14.09. geplanten Start hat die BaFin daher verschoben. „Diesen Aufschub sollten die Banken jetzt nutzen, auch in der Kundenkommunikation. Aufklärung tut Not und gerade jüngere Kunden haben großes Interesse an PSD2-basierten Diensten. Hier können die Banken mit Transparenz und Service punkten, denn für viele Verbraucher sind sie immer noch die erste Adresse in Geldangelegenheiten“, sagt Christian Bock, Geschäftsführer bei CRIFBÜRGEL.

Nutzen schlägt Wissen

Nur rund jeder sechste Befragte (17%) hat schon einmal Services genutzt, für die er den Zugriff auf sein Bankkonto erlaubt hat. Das sind etwa Online-Vergleichsseiten oder Banking-Apps. 70% der Befragten nutzen allerdings diverse Finanz-Apps externer Anbieter. 59% tätigen damit Überweisungen, zum Beispiel mit Paypal. 35% der Befragten prüfen ihren Kontostand mit einer Mobile-Banking-App wie Numbrs und weitere 24% nutzen Apps zum Bezahlen mit dem Smartphone. „Dass solche Funktionen auch mit Kontodaten arbeiten, die EU-Richtlinie daher auch für Paypal und Co. gilt, und wie Zugangswege und Bezahlvorgänge genau verlaufen, erschließt sich den Nutzern offenbar noch nicht vollständig“, sagt Bock. „Nutzen schlägt hier also Wissen.“

Ausdrückliche Zustimmung der Nutzer notwendig

Bisher gaben die Nutzer solchen Diensten oft einfach die Login-Daten zu ihren Konten und diese griffen dann auf die Daten zu. Das wird mit PSD2 anders: Die Anbieter brauchen nun die ausdrückliche Zustimmung der Nutzer, gesichert durch PIN und andere Authentifizierungen. Je nach Vorgabe der Bank muss die Einwilligung alle drei Monate erneuert werden. Dank der PSD2-Richtlinie sind neue Services möglich. So können zum Beispiel Vergleichsportale nicht nur die günstigsten Versicherer oder Stromanbieter auflisten, sondern auf Basis der Kontodaten des Kunden prüfen, ob er oder sie für Versicherung oder Strom zuviel bezahlt. 45% der Befragten finden Benachrichtigungen positiv, wenn durch einen Vertragswechsel Geld gespart werden kann.

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