Sehhilfe: 13% der Tarife mit Bestbewertung
Bei ambulanten Zusatztarifen bewertet Franke und Bornberg drei getrennte Teilbereiche. Das ist vor allem dem geschuldet, dass das Rating an Aussagekraft verlieren würde, wenn diese Teilbereiche zusammengefasst würden. Denn dann würden nur wenige Tarife übrig bleiben, die in allen Teilbereichen top bewertet werden, doch nicht alle Versicherte haben die gleichen Prioritäten: „Einige Menschen legen vor allem Wert auf Naturheilverfahren wie Akupunktur und TCM, andere auf erweiterten Vorsorgeschutz und Impfungen“, so Michael Franke, Geschäftsführer der Franke und Bornberg GmbH.
Im Ratingbereich „Sehhilfen“ erreichen 13% der Tarife die Bestnote, gefolgt von 11% mit der zweitbesten Bewertung FFF („sehr gut“). Die meisten Tarife (31%) tummeln sich, wie bereits in anderen Kategorien, mit der Bewertung FF+ („gut“) im Mittelfeld. Tarife, die keine Leistungen für den jeweiligen Teilbereich für ambulante Leistungen enthalten, werden in der betreffenden Kategorie mit F- („ungenügend“) bewertet.
Nicht viel Bewegung bei Naturheilverfahren- und Vorsorgetarifen
Im Teilbereich Naturheilverfahren hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum etwas verändert, mit nur 9% der Tarife, die als „hervorragend“ bewertet werden. 28% erhalten die Bewertung „sehr gut“.
Das PKV-Zusatzrating Vorsorge untersucht, welche Vorsorgeuntersuchungen und Schutzimpfungen über das gesetzliche Maß hinaus erstattet werden. Auch hier ergeben sich im Vergleich zum Vorjahr kaum Änderungen: 15% der Tarife erhalten die Bestnote, 7% eine „sehr gute“ Bewertung. Ein Viertel der Tarife erhalten die Note FF+ („gut).
Die Versicherer mit den meisten Topbewertungen
Wie in den Vorjahren kann nur ein einziger Versicherer in allen fünf Bereichen mindestens einmal die Bestnote FFF+ erreichen, und zwar die SDK (siehe Grafik)
Drei weitere Versicherer folgen mit jeweils vier Topbewertungen: Barmenia, DKV und Münchener Verein. Sieben Versicherer erreichen drei Mal ein FFF+. In alphabetischer Reihenfolge sind das ARAG, Concordia, DFV, INTER, SIGNAL IDUNA, VKB/UKB und Württembergische.
Franke und Bornberg wertet es zunächst als gutes Signal, dass Angebot und Qualität auf Vorjahresniveau bleiben. Solange leistungsstarke Tarife in allen Bereichen zu finden seien, sei das eine gute Nachricht. Mehr Bewegung in der Zusatzversicherung erwartet das Ratinghaus, wenn die Reform der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) verabschiedet ist. (js)
Lesen Sie auch: Das sind die aktuellen Maklerfavoriten in der PKV-Zusatzversicherung
PKV verzeichnet stabiles Wachstum – und starken Kostenschub
Seite 1 Rating Krankenzusatz: Angebot groß, doch Unterschiede sind „erheblich“
Seite 2 Sehhilfe: 13% der Tarife mit Bestbewertung
- Anmelden, um Kommentare verfassen zu können
