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Robo Advisor gewinnen stark an Bekanntheit
07. Mai 2020

Robo Advisor gewinnen stark an Bekanntheit

Etwa jeder dritte Deutsche ist mittlerweile mit dem Begriff Robo Advisor vertraut. Größere Bekanntheit haben die digitalen Vermögensverwaltungen vor allem bei Personen mit höheren Einkommen und höherer Schulbildung. Auch die Bereitschaft zur Anlage in Robo Advisor wächst.


Etwa jeder dritte Deutsche ist mittlerweile mit dem Begriff Robo Advisor vertraut. Größere Bekanntheit haben die digitalen Vermögensverwaltungen vor allem bei Personen mit höheren Einkommen und höherer Schulbildung. Auch die Bereitschaft zur Anlage in Robo Advisor wächst.


Robo Advisor gewinnen stark an Bekanntheit

Die Bedeutung des Themas Robo Advice ist in Deutschland in den letzten zwölf Monaten deutlich gestiegen. Der aktuellen Studie „Robo Advice in Deutschland – Status quo und Entwicklungsperspektiven 2020“ zufolge, die das Marktforschungsinstitut Toluna im Auftrag der European Bank for Financial Services (ebase) erstellt hat, sind inzwischen rund 30% der Deutschen mit dem Begriff Robo Advisor vertraut. „Ein schöner Erfolg, wenn man bedenkt, dass dieses Ergebnis einen Zuwachs in der Bekanntheit um 50% in nur einem Jahr bedeutet“, resümiert ebase-Geschäftsführer Kai Friedrich.

Korrelation zu Einkommen und Schulbildung

Für die Prognose der zukünftigen Entwicklung sei hervorzuheben, dass bestimmte Kundengruppen mit Robo-Advisor-Angeboten bereits deutlich vertrauter sind und sich zunehmend vorstellen können, diese auch für ihre eigene Geldanlage zu nutzen. So interessieren sich der Studie zufolge besonders Personen mit höherem Einkommen und/oder Schuldbildung besonders für Robo Advisor. Zudem wissen zwei Drittel der sehr risikobereiten Anleger bereits genau, was ein Robo Advisor ist.

Jeder Fünfte kann sich Nutzung vorstellen

Unter denjenigen, die mit dem Begriff Robo Advisor vertraut sind, können sich immerhin 20% vorstellen, ein entsprechendes Angebot für sich selbst zu nutzen. „Gut vorstellbar, dass digitale Angebote, wie Robo Advisor, durch die Corona-Krise und die damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen, die sich auch in der Beratung bemerkbar machen, einen zusätzlichen Schwung erhalten, der die Etablierung in der Breite beschleunigt“, meint Friedrich.

Mehrheit noch immer nicht erreicht und überzeugt

Doch auch wenn die Bekanntheit deutlich gestiegen ist, können immer noch rund 70% der Bevölkerung mit dem Thema Robo Advisor wenig bis nichts anfangen. Zudem zeigt die Studie, dass sich nach wie vor nur eine vergleichbar kleine Kundengruppe für rein digitale Anlagen interessiert. Das hat etliche Anbieter veranlasst, einen Mix aus Mensch und Maschine anzubieten, bei dem es zu einer Konvergenz von digitalen Robo Advisor-Angeboten mit physischen Elementen wie etwa in der Anlageberatung kommt.

Das erwarten Kunden von Robo Advice

Die aus Kundensicht wichtigsten Anforderungen an ein Robo Advisor-Angebot sind geringe Gebühren und Transparenz. Sie sind je für 70% der Befragten wichtig bis sehr wichtig. Eine nachvollziehbare Anlagestrategie sowie gute Bewertungen durch neutrale Instanzen fordern je etwas zwei Drittel der Befragten. Daneben stehen die Performance (62%) sowie eine mehrjährige Erfahrung des Anbieters am Markt (61%) im Fokus. Auch Angebote für geringe Mindestanlagebeträge werden von vielen Befragten als wichtig bis sehr wichtig eingeschätzt (62%). (mh)

Bild: © wsf-f – stock.adobe.com




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