Wenige Auswirkungen auf die Tätigkeit des Maklers
Dass KI in der Schadenregulierung bereits spürbare Auswirkungen auf die Arbeit der Makler hat, sehen dagegen deutlich weniger Befragte. 31% stimmen der Aussage zu oder eher zu, dass die Automatisierung von Schadenprozessen durch KI bereits Einfluss auf ihre Tätigkeit hat. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass die Mehrheit der Makler entsprechende Veränderungen im eigenen Arbeitsalltag bislang offenbar noch nicht wahrnimmt.
KI: Künftige Bedeutung und heutiger Einfluss
In der Gesamtschau ergibt sich damit ein uneinheitliches Bild: Die befragten Versicherungsmakler verbinden mit KI in der Schadenbearbeitung überwiegend hohe Erwartungen für die Zukunft. Mehr als zwei Drittel rechnen mit einer zentralen Rolle der Technologie. Auch konkrete Einsatzfelder stoßen auf vergleichsweise breite Zustimmung: 53% stehen etwa dem zunehmenden Einsatz von KI zur Betrugserkennung bei Schadenfällen positiv gegenüber, und bei der Frage nach einer digitalen Selbstregulierung einfacher Schäden zeigt sich wie bereits erwähnt mit 50% ebenfalls eine grundsätzlich offene Haltung.
Gleichzeitig werden die bestehenden Prozesse deutlich weniger häufig als bereits umfassend digitalisiert wahrgenommen. Und nur knapp ein Drittel der Makler berichtet von einem bereits spürbaren Einfluss der KI-Automatisierung auf die eigene Tätigkeit. Wie stark sich dies künftig verändern wird, dürfte nicht zuletzt davon abhängen, in welchem Umfang Versicherer KI-gestützte Anwendungen in ihre Schadenprozesse integrieren und wie sich dadurch die Zusammenarbeit zwischen Versicherer, Vermittler und Versicherungsnehmer verändert. (bh)
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