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13. Januar 2026
Sind Eigentumswohnungen wieder erschwinglicher?

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Sind Eigentumswohnungen wieder erschwinglicher?

Sind Eigentumswohnungen wieder erschwinglicher?

Die Erschwinglichkeit von Eigentumswohnungen hat sich in den vergangenen zwei Jahren wieder verbessert. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Interhyp und dem Institut der deutschen Wirtschaft. Es gibt aber deutliche regionale Unterschiede, wie die Analyse von 400 Landkreisen und kreisfreien Städten belegt.

Eigentumswohnungen sind wieder leistbarer geworden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und des Baufinanzierungsvermittlers Interhyp. Der Interhyp-IW-Erschwinglichkeitsindex misst die finanzielle Belastung beim Erwerb einer selbst genutzten Wohnimmobilie auf Ebene der deutschen Landkreise und kreisfreien Städte. Die Basis bildet das Verhältnis der monatlichen Annuität zum verfügbaren Haushaltsnettoeinkommen eines typisierten Modellhaushalts. Die aktuelle Ausgabe der Erhebung stellt Eigentumswohnungen in den Mittelpunkt. Die Auswertung zeigt, wo Haushalte beim Kauf rechnerisch innerhalb oder außerhalb der finanziellen Möglichkeiten liegen. Ein Indexwert von 100 signalisiert rechnerische Erschwinglichkeit, wenn 35% des Einkommens in die monatliche Rate fließen – die kritische Schwelle der Belastbarkeit.

Erwerb von Eigentumswohnungen bundesweit aktuell erschwinglicher

Im Oktober 2025 mussten Haushalte im bundesweiten Durchschnitt 29% ihres verfügbaren Nettoeinkommens für die Finanzierung einer Eigentumswohnung aufbringen. Der Erwerb liegt somit deutlich unterhalb der finanziellen Belastungsgrenze von 35%. Über den Zeitraum der vergangenen zwei Jahre machen die Experten eine positive Entwicklung aus. Im Oktober 2023 betrug der Index-Wert noch 118 Punkte. Dies bedeutet einen Anteil der Rate von 32% des verfügbaren Haushaltsnettoeinkommen. Im Zweijahresvergleich hat die monatliche finanzielle Belastung demnach um 3% abgenommen.

„Die Kombination aus gestiegenen Löhnen und einem leicht rückläufigen Zinsniveau unter die Marke von 4% hat bei einem bisher moderaten Anstieg der Preise für eine verbesserte Erschwinglichkeit im Wohnungssegment in den vergangenen zwei Jahren gesorgt“, erklärt IW-Ökonom Prof. Michael Voigtländer. Im Vergleich zur Niedrigzinsphase ist der aktuelle Wert dennoch auf einem deutlich niedrigeren Niveau: 2015 stand der Index in der Spitze bei 221 Punkten, somit waren 17% des Haushaltsnettoeinkommens erforderlich. „Die Niedrigzinsphase war eine Anomalie, die so auf absehbare Zeit nicht mehr auftreten wird. Der Markt hat über die vergangenen zwei Jahre ein neues Gleichgewicht gefunden“, unterstreicht Jörg Utecht, CEO von Interhyp.

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