Deutliche regionale Unterschiede
In den Top-7-Metropolen Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf bleibt der Wohnungserwerb aber kostspielig: Hier benötigen Käufer 39% Prozent des Nettoeinkommens. Im Umland dieser Städte sind es dagegen nur noch 31%. In Großstädten ab 100.000 Einwohnern hat sich die Belastung auf 27% verringert, in deren Umland wiederum auf 25%. In allen anderen Kreisen liegt die Belastungsgrenze bei 26%.
Hochpreisiger Süden
Auch die aktuelle Auswertung auf Kreisebene ergibt eine ausgeprägte räumliche Spanne der Erschwinglichkeit beim Kauf einer selbstgenutzten Eigentumswohnung. Während in einzelnen Regionen im ländlichen Raum ein sehr günstiges Verhältnis von Kaufpreisen zu Einkommen zu verzeichnen ist, liegen die hochpreisigen Wohnungsmärkte im Süden wie auch die in den wirtschaftsstarken Metropolen nach wie vor am unteren Ende der Erschwinglichkeits-Rangliste. Die Bandbreite erstreckte sich im Oktober 2025 von einem Indexwert von 63 Punkten im zum Teil touristisch geprägten Nordfriesland bis hin zu 290 Punkten im hessischen Werra-Meißner-Kreis.
Höhere Erschwinglichkeit abseits von Ballungsräumen
Die Regionen mit der höchsten rechnerischen Erschwinglichkeit befinden sich fast ausschließlich jenseits der großen Verdichtungsräume. Ganz vorne im Ranking landet der bereits genannte Werra-Meißner-Kreis mit einem Indexwert von 290 Punkten und einem Annuität-Einkommensverhältnis von lediglich 12%. Auch die Landkreise Hof (256 Punkte), Northeim (255 Punkte), Goslar (248 Punkte) und der Schwalm-Eder-Kreis (233 Punkte) kommen auf überdurchschnittliche Werte. Am unteren Ende finden sich inbesondere Kreise in Oberbayern sowie einzelne touristisch geprägte Regionen wie Nordfriesland. Die Annuität-Einkommensverhältnisse liegen hier meist bei 40% oder höher. (tik)
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