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So ahnungslos sind deutsche Bankkunden bei Negativzinsen
10. November 2020

So ahnungslos sind deutsche Bankkunden bei Negativzinsen

Die Deutschen wollen sich bisher größtenteils nicht mit Negativzinsen auseinandersetzen. Dabei wären sie für jeden Vierten ein Grund zum Bankwechsel. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Openbank. Mit alternativen Geldanlagen wie Wertpapiere oder Fonds beschäftigt sich vermutlich auch deshalb nur eine Minderheit.


Die Deutschen wollen sich bisher größtenteils nicht mit Negativzinsen auseinandersetzen. Dabei wären sie für jeden Vierten ein Grund zum Bankwechsel. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Openbank. Mit alternativen Geldanlagen wie Wertpapiere oder Fonds beschäftigt sich vermutlich auch deshalb nur eine Minderheit.


So ahnungslos sind deutsche Bankkunden bei Negativzinsen

Negativzinsen sind längst keine Seltenheit mehr. Bereits über 300 Banken in Deutschland erheben Strafzinsen. Bei den Kunden ist das aber oft noch nicht angekommen. 53% der Deutschen wissen nicht, ob ihre Bank Negativzinsen erhebt. Dies ergab eine repräsentative Umfrage der Direktbank Openbank im Oktober 2020 unter 2.047 Bundesbürgern ab 18 Jahren. Weitere 10% der Befragten wissen nicht einmal, was es mit den Negativzinsen auf sich hat. Nur 23% der Befragten waren sich sicher, dass ihre Bank keine Negativzinsen erhebt.

Negativzinsen für jeden Vierten ein Grund zum Bankwechsel

Die Umfrage zeigt darüber hinaus, dass Null- bzw. Negativzinsen durchaus Einfluss auf die Kundenbeziehung zu einer Bank haben können. Zwar zeigen sich gegenwärtig 30% mit dem Angebot ihrer Bank so zufrieden, dass ein Bankwechsel für sie derzeit nicht in Frage kommt. Rund ein Viertel der Befragten wäre aber aufgrund von Negativzinsen bereit, die Bank zu wechseln, für 7% wären sogar schon Nullzinsen ein Wechselgrund.

Nur eine Minderheit an Wertpapieren interessiert

Zwar deutet der jüngste Anstieg des in Aktien investierten Vermögens in Deutschland darauf hin, dass sich im Verlauf der Corona-Pandemie offenbar mehr Menschen mit der Geldanlage in Wertpapieren, ETFs und Fonds befassen. Auf der Suche nach Auswegen, dem Null- bzw. Negativzinsen zu entgehen, legen laut Umfrage aber nur 11% der Befragten in Wertpapieren wie Aktien oder Anleihen an, 8% setzen auf ETFs, 7% auf Investmentfonds. Robo-Advisor sind für 56% der Befragten noch nicht einmal kein Begriff. Immerhin können sich aber 22% vorstellen, diese künftig für die eigene Geldanlage zu nutzen.

Noch viel Potenzial vorhanden

„Der Aufwärtstrend bei der Geldanlage in Wertpapieren, ETFs und Fonds stimmt uns positiv. Wenn wir aber genauer hinschauen, ist in der Breite der Bevölkerung in Deutschland noch viel Potenzial vorhanden“, erklärt Steve Langer, Market Director bei der spanischen Openbank und verantwortlich für den deutschen Markt. „Zu viele Kunden lassen ihr Geld noch auf wenig attraktiven Konten und Sparbüchern liegen, anstatt über Sparpläne auf Aktien, ETFs und Fonds für das Alter vorzusorgen und Vermögen aufzubauen.“ (mh)

Bild: © Animaflora PicsStock – stock.adobe.com




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