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So reagieren die Lebensversicherer in der Kapitalanlage auf das Coronavirus
10. März 2020

So reagieren die Lebensversicherer in der Kapitalanlage auf das Coronavirus

Das Coronavirus hat den Finanzmärkten einen schwarzen Montag beschert. Der Dax sackte zum Wochenstart um über 7%, der Ölpreis sogar 30% ab. Die Marktturbulenzen rund um das Coronavirus beschäftigen auch die Lebensversicherer. AssCompact hat nachgefragt, wie sie in der Kapitalanlage darauf reagieren.

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Das Coronavirus hat den Finanzmärkten einen schwarzen Montag beschert. Der Dax sackte zum Wochenstart um über 7%, der Ölpreis sogar 30% ab. Die Marktturbulenzen rund um das Coronavirus beschäftigen auch die Lebensversicherer. AssCompact hat nachgefragt, wie sie in der Kapitalanlage darauf reagieren.

So reagieren die Lebensversicherer in der Kapitalanlage auf das Coronavirus
Aktuelle Entwicklungen genau im Blick

Auch wenn vor allem die langfristige Perspektive zählt, haben die meisten Lebensversicherer auch die aktuellen und kurzfristigen Entwicklungen im Blick. „Wie alle Unternehmen beobachten wir die aktuelle Entwicklung rund um das Coronavirus natürlich sehr genau“, sagt etwa die AXA auf Anfrage von AssCompact. Ähnliches gilt für die Zurich. „Wir verfolgen die Entwicklungen an den Kapitalmärkten kontinuierlich und berücksichtigen diese aktiv in unserer Investmentstrategie“, erläutert Dr. Michael Leinwand, Chief Investment Officer der Zurich Gruppe Deutschland.

Generelle Ausrichtung unverändert

Die generelle Ausrichtung der Kapitalanlagen der Zurich folge aber einem strategisch langfristigen Kurs. Und diesbezüglich herrsche kein grundlegender Handlungsbedarf. „Wir gehen aktuell nicht von einer tief greifenden Rezession aus, sodass wir derzeit keine Notwendigkeit einer grundlegenden Änderung der Anlagepolitik sehen“, so Leinwand.

Rentengewinne übersteigen Aktienverluste

Kurzfristig könnte die Kapitalanlage der Versicherer sogar zu den Gewinnern der Börsenturbulenzen zählen. Der Grund dafür ist der hohe Rentenanteil in Kombination mit dem niedrigen Aktienanteil. „Die lang laufenden sicheren (Staats-)Anleihen haben vom fallenden Zins sehr viel stärker profitiert als unsere Aktienposition verloren hat“, sagt Martin Rohm vom ALTE LEIPZIGER – HALLESCHE Konzern. „Wir werden die Entwicklung und die Auswirkungen insbesondere auf die konjunkturelle Entwicklung weiter beobachten und dann über die Positionierung entscheiden.“

Gothaer fährt Aktienquote frühzeitig zurück

Christof Kessler, Vorstand der Gothaer Asset Management AG, verweist ebenfalls auf einen relativ niedrigen Aktienanteil in der Kapitalanlage des Lebensversicherers. Zudem habe der Asset-Manager der Gothaer bereits frühzeitig auf mögliche Turbulenzen wegen des Coronavirus reagiert. „Notierte Aktien halten wir derzeit fast ausschließlich über unsere Publikumsfonds und dort sind wir seit dem 22.02.2020 stark in Aktien untergewichtet“, so Kessler. „Zusätzlich haben wir am 26.02.2020 wegen des Coronavirus und den damit einhergehenden Erwartungen an Unterstützungen durch die Notenbanken weltweit die Duration erhöht.“ Diese Umschichtungen habe Gothaer Asset Management in staatsnahe Anleihen aus Kerneuropa getätigt und mit Anleihen aus den PIIS Staaten bzw. aus Unternehmensanleihen finanziert. (mh)

Bild: © Manuel Perez Leal – stock.adobe.com




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