Die gute Nachricht für Azubis mit Tarifvertrag: Wie eine aktuelle Auswertung des Tarifarchivs des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung über 20 ausgewählte Tarifbranchen zeigt, bekommen Auszubildende im ersten Jahr nur noch in wenigen Branchen weniger als 1.000 Euro pro Monat. Schwierig sei die Situation hingegen für die etwa 45% der Auszubildenden, die ihre Ausbildung in Betrieben ohne Tarifvertrag absolvieren.
Branchen unterscheiden sich stark
Doch auch je nach Branche, Region und Ausbildungsjahr zeigen sich bei den tarifvertraglichen Ausbildungsvergütungen große Niveauunterschiede, heißt es vom WSI. In den untersuchten Tarifbranchen gibt es eine Spannbreite von 785 Euro pro Monat im ersten Ausbildungsjahr im Friseurhandwerk in Nordrhein-Westfalen bis hin zu 1.714 Euro monatlich im vierten Ausbildungsjahr für gewerbliche Auszubildende im Bauhauptgewerbe.
Blick aufs erste Ausbildungsjahr
Unterschiede bei den tarifvertraglichen Ausbildungsvergütungen zeigen sich bereits im ersten Ausbildungsjahr. Meist liegt die Vergütung mittlerweile (deutlich) über 1.000 Euro pro Monat. Nur in drei Tarifbranchen wird im ersten Ausbildungsjahr noch weniger als 1.000 Euro gezahlt, nämlich in der Landwirtschaft in Nordrhein (890 Euro) und Mecklenburg-Vorpommern (930 Euro), in der Floristik in Westdeutschland (900 Euro) sowie im Friseurhandwerk in Nordrhein-Westfalen (785 Euro). In etwa der Hälfte der untersuchten Tarifbranchen liegt die Ausbildungsvergütung zwischen 1.000 und 1.200 Euro im Monat, z. B. im Backhandwerk, Bauhauptgewerbe, in der Druckindustrie sowie im Einzelhandel und im Gastgewerbe.
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