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Steht der PropTech-Boom schon vor dem Aus?
10. April 2019

Steht der PropTech-Boom schon vor dem Aus?

PropTechs revolutionieren die Immobilienwirtschaft ähnlich stark wie FinTechs die Finanz- und Versicherungswirtschaft. Nach Jahren des massiven Wachstums ist die Zahl der deutschsprachigen PropTechs nun aber erstmals gesunken. Ist der PropTech-Boom schon beendet, bevor er so richtig angefangen hat?


PropTechs revolutionieren die Immobilienwirtschaft ähnlich stark wie FinTechs die Finanz- und Versicherungswirtschaft. Nach Jahren des massiven Wachstums ist die Zahl der deutschsprachigen PropTechs nun aber erstmals gesunken. Ist der PropTech-Boom schon beendet, bevor er so richtig angefangen hat?


Steht der PropTech-Boom schon vor dem Aus?

Die Digitalisierung verändert die Immobilienwirtschaft immer stärker. Entsprechend aufmerksam beobachtet die Branche das Aufkommen digitaler Konkurrenten. PropTechs waren in den vergangenen Jahren daher auf der Überholspur. Im September 2018 hat die Zahl der PropTechs im deutschsprachigen erstmals sogar die Marke von 300 überstiegen. Allein von April bis Ende September stieg die Zahl der Unternehmen von 246 auf 300. Das bedeutete ein Plus von mehr als einem Fünftel. Das zeigen Zahlen des Branchenblogs PropTech.de von Nikolai Roth, Geschäftsführer des digitalen Immobilienmaklers Maklaro.

Erstmals weniger PropTechs

Die neueste Zahlen weisen nun aber einen gegenläufigen Trend aus. Erstmals seit Erhebung der PropTech-Übersicht im September 2016 kam es zu einem Rückgang der Unternehmenszahl. Für April 2019 zählt PropTech.de insgesamt nur noch 289 PropTechs und damit knapp 4% weniger als im September 2018.

Steht der PropTech-Boom schon vor dem Aus?

 

Die Tops und Flops

Besonders betroffen sind die Tätigkeitsfelder „Vermietung und Verkauf“, „Makler-Tools“ und „Smart-Home und Home Services“. Hier schrumpfte die Unternehmenszahl um jeweils vier bzw. fünf Unternehmen. Allerdings sind einige Wachstumsfelder auch bestehen geblieben. Deutliche Steigerungen verzeichneten zum Beispiel „Bauprojekte“ und „Immobilienbewirtschaftung“ mit jeweils einem Plus von drei PropTechs.

Wie steht es um die deutschen PropTechs?

Nikolai Roth sieht in den Zahlen keinen Grund zur Beunruhigung. „Wie in jeder jungen Branche war auch im PropTech-Sektor früher oder später damit zu rechnen, dass sich Marktführer herauskristallisieren und Wettbewerber verdrängen“, so der Maklaro-Geschäftsführer. „Nun ist dieser Fall auf einigen Tätigkeitsfeldern der PropTechs eingetreten. Aber nicht auf allen ist die Unternehmensanzahl zurückgegangen.“ Die Zahlen sollten daher nicht als Trendwende gewertet werden. Dazu sei der Rückgang um 3,7 % einerseits zu sanft und andererseits erstmals aufgetreten. „Eine bessere Einschätzung ist im Juli 2019 bei der nächsten Auswertung möglich“, meint Roth. (mh)

Weitere Informationen zum deutschen PropTech-Markt finde Sie unter www.proptech.de




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