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16. September 2021
Studie: Hotelmarkt wird sich erst 2024 erholen
Covid and hotels, pictured as red viruses attacking word hotels to symbolize turmoil, global world problems and the relation between corona virus and hotels, 3d illustration.

Studie: Hotelmarkt wird sich erst 2024 erholen

Der Immobiliendienstleister CBRE hat sich in einer aktuellen Studie mit dem deutschen Hotelmarkt beschäftigt. Die Experten gehen davon aus, dass es je nach Hoteltyp und Standort bis 2023 oder 2024 dauern wird, ehe Hotels wieder auf ihr Vor-Pandemie-Niveau zurückkehren.

Der deutsche Hotelmarkt hat weiter mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Wegen der anhaltenden Reisebeschränkungen und der Komplexität des internationalen Reiseverkehrs aufgrund von Tests und Quarantänemaßnahmen ist die erhoffte Erholung im ersten Halbjahr 2021 ausgeblieben. Die Gesamtzahl der Übernachtungen lag 34,7% unter dem ersten Halbjahr 2020. Das geht aus einer aktuellen Analyse des deutschen Hotelmarktes des globalen Immobiliendienstleisters CBRE hervor.

Schneller Anstieg der Freizeitnachfrage

Immerhin gab es im Sommer 2021 einen schnellen Anstieg der Freizeitnachfrage. Ferienhotels in beliebten Reisezielen waren laut CBRE fast vollständig ausgebucht. Diese rasante Erholung der Freizeitnachfrage habe zu einem verstärkten Interesse inländischer institutioneller Investoren im Resort-Sektor und in Städten mit starker Wochenendnachfrage geführt.

Top-7-Märkte stärker betroffen

„Größter Lichtblick des deutschen Hotelmarktes ist die verhältnismäßig geringe Abhängigkeit von der internationalen Reisetätigkeit speziell in den B und C Städten und im Tourismus“, sagt Olivia Kaussen, Head of Hotels Germany bei CBRE. Mit einem Anteil von mehr als 80% an den Gesamtübernachtungen ist die Hotellerie in Deutschland seit jeher stark von der Inlandsnachfrage abhängig. Die meisten der Top-7-Märkte weisen jedoch eine große Abhängigkeit von internationalen Reisen auf. Entsprechend stark ist in diesen Städten der Umsatz pro verfügbarem Zimmer gesunken.

Cashflow spielt wichtige Rolle

Am stärksten leiden CBRE zufolge Betreiber, die Mieten teilweise nicht aus dem Cashflow bezahlen können. Ihnen helfen zwar sowohl die massiven staatlichen Hilfen und Freistellungsregelungen als auch die Bereitschaft vieler Hoteleigentümer, Mietaufschüben und -reduzierungen zuzustimmen. Im Gegenzug würden die Eigentümer von den Betreibern variable Mietkomponenten und eine Verbesserung weiterer Vertragsbedingungen fordern.

Erholung nicht vor 2023 oder 2024

„Wir gehen davon aus, dass es je nach Hoteltyp und Standort bis 2023 oder 2024 dauern wird, bis die Hotels wieder auf ihr Vor-Pandemie-Niveau zurückkehren“, erwartet Stefan Strebl, Senior Consultant Hotels bei CBRE. „Insbesondere große Kongresse und Messen brauchen den internationalen Flugverkehr, um wieder normal zu funktionieren. Zudem weisen die meisten der Top-7-Märkte in Deutschland für die kommenden zwei bis drei Jahre eine erhebliche Hotelpipeline auf, was zu einem entsprechenden Wettbewerb zwischen den Betreibern führen wird. Denn auch wenn einige Entwicklungen im frühen Planungsstadium aufgrund der Pandemie gestrichen wurden, werden die meisten Hotels, die sich derzeit in der Endplanung oder im Bau befinden, wahrscheinlich realisiert werden“, prognostiziert Strebl.

Langfristig dennoch attraktiv

Trotz der derzeitigen Turbulenzen seien Hotels langfristig weiterhin eine attraktive Asset-Klasse. Investoren sind weiter auf der Suche speziell nach Hotels in Toplagen und mit guten Konzepten. Investments werden allerdings genauer geprüft. Die Investoren würden zudem sehr auf die Mieter und eine nachhaltig erzielbare Miete achten. (mh)

Die vollständige Analyse ist hier zum Download verfügbar.

Bild: © GoodIdeas – stock.adobe.com