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3. August 2020
Studie: Vier von fünf Fonds berücksichtigen Nachhaltigkeitsrisiken
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Studie: Vier von fünf Fonds berücksichtigen Nachhaltigkeitsrisiken

Nachhaltigkeit hat sich bei Investmentfonds mittlerweile fest etabliert. Das geht aus einer aktuellen Erhebung des FNG – Forum Nachhaltige Geldanlagen hervor. Demnach berücksichtigen bereits 80% aller Fonds nachhaltige Kriterien bei der Zusammenstellung der Portfolios.

Einer erstmaligen FNG-Erhebung zu verantwortlichen Investments zufolge beziehen Finanzdienstleister ESG-Risiken bereits in der Breite bei ihren Investments ein. Knapp 70% der Umfrageteilnehmer haben angegeben, ESG-Integration auf mehr als 80% aller verwalteten Fonds anzuwenden. Auch der Blick auf die Asset-Klassen zeugt von einer breiten Abdeckung. 47% der Umfrageteilnehmer decken neben Aktien und Anleihen noch weitere Asset-Klassen ab.

Nachhaltigkeit wird zum Investmentstandard

Das Gesamtvolumen verantwortlicher Investments beträgt in Deutschland und Österreich laut dem FNG-Marktbericht 2020 mittlerweile rund 1,7 Bio. Euro. „ESG-Integration ist in Deutschland und Österreich bereits Standard bei Investments“, stellt Dr. Helge Wulsdorf, FNG-Vorstandsmitglied und einer der Autoren der Studie fest. „Der Trend zu immer mehr ESG-Integration bei konventionellen Fonds wird durch die qualitative Erfassung nun erstmals greifbar.“

Nachholbedarf bei der Implementierung

Nachholbedarf besteht insbesondere bei der durchgängigen Implementierung und Integration in bestehende Prozesse, insbesondere in IT-Systemen. Bei rund 60% der Gesellschaften ist ESG-Integration zum Beispiel nicht durchgängig oder noch nicht in der notwendigen Tiefe in den IT-Systemen verankert. Weiter deuten die Ergebnisse laut FNG darauf hin, dass es noch keine hinreichende Verzahnung zwischen ESG-Integration und Engagement gibt. (mh)

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