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Trotz Milliardendeal: Zukunft der A380-Fonds weiter ungewiss
25. Januar 2018

Trotz Milliardendeal: Zukunft der A380-Fonds weiter ungewiss

Der A380 von Airbus gilt als die Krönung der zivilen Luftfahrt. Zu seiner Einführung wurde der größte Passagierflieger der Welt gefeiert. Entsprechend war er auch bei Fondskäufern beliebt. Wirtschaftlich ist er heute allerdings umstritten. Daran ändert laut der Ratingagentur Scope auch ein aktueller Großauftrag von Emirates nichts.


Der A380 von Airbus gilt als die Krönung der zivilen Luftfahrt. Zu seiner Einführung wurde der größte Passagierflieger der Welt gefeiert. Entsprechend war er auch bei Fondskäufern beliebt. Wirtschaftlich ist er heute allerdings umstritten. Daran ändert laut der Ratingagentur Scope auch ein aktueller Großauftrag von Emirates nichts.

Trotz Milliardendeal: Zukunft der A380-Fonds weiter ungewiss

Die Fluggesellschaft Emirates hat jüngst 36 neue A380 bestellt und dadurch das Ende des größten Passagierflugzeugs ist abgewendet – zumindest vorerst. Für Investoren, die in einen der 20 geschlossenen A380-Flugzeugfonds investiert sind, bleiben die Aussichten laut Scope aber weiter ungewiss. Die Ratingagentur hat die Perspektiven der A380-Flugzeugfonds analysiert, deren zehnjährige Leasingverträge nun auslaufen.

Verkaufspreise noch nicht abschätzbar

Damit Anleger keine nominellen Verluste erleiden, müssten der Scope-Analyse zufolge die Flugzeuge Netto-Verkaufspreise von rund 60 Mio. Dollar erzielen. Das entspricht rund 30% des ursprünglichen Kaufpreises. Wie wahrscheinlich das Erreichen dieser Verkaufspreise ist, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht beantworten. Verlässliche und belastbare Einschätzungen von Sachverständigen existieren entweder nicht oder sind zu einem hohen Maß mit Unsicherheit behaftet. Klarheit zur Frage, was ein gebrauchter A380 wert ist, werde frühestens die erste Transaktion bringen.

Positiver Wechselkurseffekt

Ein Lichtblick für Euro-Investoren ist die Wechselkursentwicklung seit Fondsauflage. Der Fonds denominiert in Dollar. Aufgrund der Stärke der US-Währung über die Fondslaufzeit würden Anleger, die sämtliche bisher geleisteten Ausschüttungen stets in Euro getauscht haben, den Break-Even bereits bei einem Verkaufspreis des A380 von 48 Mio. Dollar erreichen. Ein Verkaufspreis von 60 Mio. Dollar brächte ihnen eine jährliche Rendite von immerhin rund 2%.

Zweitmarktkurse brechen ein

Die anhaltende Unsicherheit über die Zukunft des A380 schlägt sich auch deutlich auf die Handelskurse am Zweitmarkt für geschlossene Fonds an der Fondsbörse Deutschland nieder. Seit Anfang 2016 weisen die Kurse einen deutlichen Abwärtstrend auf, da sich seit diesem Zeitpunkt die Anzeichen häufen, dass die Airlines ihre Verlängerungsoptionen nicht ausüben werden. Dieser Trend manifestierte sich in der zweiten Jahreshälfte 2017. Fonds, deren Leasingverträge ausgelaufen sind, notieren derzeit zu rund 30% ihres Nominalwertes. (mh)




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